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Pflegeberufe: Gehälter im öffentlichen Dienst

Informationen zum TVöD

Tarifvertrag Deutschland

Für Pflegekräfte, die bei Bund, Ländern, Landkreisen und Gemeinden beschäftigt sind, gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Informationen zum TVöD und den aktuellen Entgelttabellen findest du hier.

Grundsätzliches

Mit der Abkürzung „TVöD“ bezeichnet man den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, der zwischen den involvierten Gewerkschaften, dem Bundesministerium des Innern und kommunalen Arbeitgeberverbänden geschlossen wurde. Der Tarifvertrag beinhaltet Tarifverträge für Beschäftigte der öffentlichen Verwaltung von Kommunen und Bund.

Im Laufe der letzten Jahre verkomplizierten sich die bisherig geltenden Tarifverträge durch zahlreiche Neuerungen, Ausnahmen und Ergänzungen. Daher wurde 2003 der Beschluss gefasst, das Tarifsystem gründlich zu überholen. Etwa 2 Jahre dauerten die Verhandlungen zur Überarbeitung an und behandelten Themen wie Vereinheitlichung und die Einführung der Erfahrungsstufen. 2005 einigten sich dann schlussendlich alle beteiligten Instanzen während der Potsdamer Tarifverhandlungen auf den neuen TVöD.
Ab dem Jahr 2007 kamen dann auch erste Bezirkstarifverträge dazu.

Tarifverhandlungen

Immer wieder gibt es neue Verhandlungsrunden bezüglich möglicher Tarifvertragsverlängerungen bei Ablauf oder bei Abschlussverhandlungen neuer Tarifverträge zwischen den beteiligten Parteien.
Bei den letzten Tarifverhandlungen im Jahr 2014 erzielten die Vertreter aller beteiligten Institutionen in der dritten Abstimmungsrunde eine Einigung.

Rückwirkend zum 01. März 2014 steigt die Vergütung um 3 Prozent (mindestens aber um 90 Euro). Ab dem 01. März 2015 steigen die Entgelte noch einmal zusätzlich um weitere 2,4 Prozent.

Azubis erhalten eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung im Jahr 2014 um 40 Euro und eine weitere Erhöhung um 20 Euro dann im Jahr 2015.
Ab sofort haben alle einen Urlaubsanspruch von 30 Tage, Azubis 28 Tage.

Vergütung nach TVöD

Die Entgelttabellen des TVöD bestehen aus 15 Entgeltgruppen. Innerhalb jeder Entgeltgruppe gibt es zwei Grundentgelt-Stufen und sechs "Erfahrungsstufen". Der Aufstieg in die nächsthöhere Stufe erfolgt dabei in der Regel nach der Beschäftigungszeit beim gleichen Arbeitgeber. So ist der Aufstieg von Grundstufe 1 in die Stufe 2 nach einem Jahr, von Stufe 2 auf 3 nach weiteren zwei Jahren vorgesehen. Ab der "Erfahrungsstufe" 3 kann die Dauer bis zur Eingruppierung in die nächste Stufe leistungsbezogen verlängert oder verkürzt werden.

Der aktuelle Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst 2014 gibt es hier.

Eingruppierung

Alten- oder Krankenpflegehelfer fallen in der Regel in die Entgeltgruppen 3 bis 4 und Krankenschwestern bzw. Krankenpfleger werden in die Entgeltgruppen 7 bis 8 eingestuft. Krankenschwestern, die eine leitende Position innehaben, werden dementsprechend höher eingruppiert. So kann beispielsweise eine Krankenschwester, die die Gesamtverantwortung für den Pflegedienst in Krankenhäusern bzw. des zugeteilten Pflegebereichs mit mindestens 900 beschäftigten Pflegepersonen trägt, in Entgeltgruppe 12 eingeordnet sein.

Eingruppierungsmerkmale

E1 bis E4: An- und Ungelernte
E5 bis E8: mindestens dreijährige Ausbildung
E9 bis E12: Fachhochschulstudium oder Bachelor
E13 bis E15: wissenschaftliches Hochschulstudium oder Master

Lohnzuschläge gibt es für Überstunden, Nacht-, Samstags-, Sonn- und Feiertagsarbeit, aber auch bei Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft, Wechselschicht und Schichtarbeit. Die Zeitzuschläge für Nachtarbeit betragen üblicherweise 20 Prozent des Stundenentgelts, für Sonntagsarbeit 25 Prozent und für Feiertage 35 Prozent, wenn es einen Freizeitausgleich gibt. Die Rufbereitschaft wird mit einer Pauschale vergütet. Die Höhe der Pauschale beträgt wochentags das Zwei-, Samstags, Sonn- und Feiertags das Vierfache des tariflichen Stundenentgelts.

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