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WG-Zimmer

Inhaltsverzeichnis
Alternativen zur WG: Günstig wohnen
Zimmer oder Wohnung inserieren
Mietarten und Mietverträge

Ein Haupt- und (mehrere) Untermieter

Nur einer der WG-Bewohner schließt einen Mietvertrag mit dem Vermieter ab. Die anderen WG-Mitbewohner sind Untermieter des Hauptmieters.

Hauptmieter Vorteile:
+Er kann sich seine WG-Mitbewohner selbst aussuchen.
+Er ist alleiniger Ansprechpartner für den Vermieter.

Hauptmieter Nachteile:
-Nur er haftet für die Mietzahlungen und ist für die Zahlung der gesamten Miete verantwortlich.

Untermieter Vorteile:
+Der Vermieter kann Ansprüche nur gegenüber dem Hauptmieter geltend machen.
+Es wird kaum bürokratischer Aufwand bezüglich Bürgschaft oder SCHUFA fällig.

Untermieter Nachteile:
-Kündigt der Hauptmieter das Mietverhältnis, haben die Untermieter keinen Anspruch auf einen Verbleib in der Mietwohnung.

Alle Bewohner sind Hauptmieter

Alle Bewohner haben den Mietvertrag unterzeichnet und sind damit Hauptmieter.

Vorteile:
+Alle Mieter haben die gleichen Rechte.
+Will der Vermieter die Wohnung kündigen, muss er die Kündigung allen Mietern aussprechen.

Nachteile:
-Jeder haftet für die Zahlung der Miete. Das bedeutet, wenn ein Mieter in Zahlungsrückstand gerät, müssen die anderen WG-Bewohner die Differenz ausgleichen.

Einzelmietverträge

Einzelmietverträge sind bei Studentenwohnheimen die Regel.

Vorteile:
+Jeder Bewohner hat einen eigenen Mietvertrag für das jeweils gemietete Zimmer und kann auch nur für dieses vom Vermieter haftbar gemacht werden.

Nachteile:
-Er hat einen Einfluss auf die Auswahl der anderen WG-Bewohner.

Zwischenmiete

Du gehst für ein paar Monate ins Ausland oder für ein Praktikum in eine andere Stadt und möchtest für diese Zeit dein WG-Zimmer untervermieten?

Das kommt in vielen WGs regelmäßig vor, und es gibt immer wieder Wohnungssuchende, die für einen begrenzten Zeitraum eine Bleibe suchen.

✔ Wenn du dein Zimmer für eine bestimmte Zeit untervermietest, solltest du grundsätzlich deinen Vermieter über deine Pläne informieren und dir die Vereinbarung auch schriftlich bestätigen lassen.

✔ Wenn dein Vermieter nicht informiert ist riskierst du eine Kündigung, außer wenn im Mietvertrag bereits festgelegt wurde, dass eine Untervermietung in Ordnung geht.

✔ Um dich selbst abzusichern, empfiehlt es sich, einen standardisierten Untermietvertrag mit deinem Zwischenmieter abzuschließen.

✔ Verlange eine Kaution, damit du für den Fall, dass dein Zwischenmieter etwas in deinem Zimmer zerstört, abgesichert bist.

Tipps für WG-Suche und WG-Leben

WG-Gründung

Du hast deine Mitbewohner bereits gefunden, bist aber noch auf der Suche nach der passenden Wohnung? Bei der Wohnungssuche solltest du folgende Punkte unbedingt beachten:

✔ Die Wohnung sollte keine Durchgangszimmer haben, denn egal wie gut ihr euch mit euren Mitbewohnern versteht, ab und zu möchte man einfach mal die Tür hinter sich zumachen und seine Ruhe genießen. Sei es um sich auf Prüfungen vorzubereiten oder den Mitbewohner mit seinem Date alleine zu lassen.
✔ Am besten sucht ihr euch eine Wohnung, in der die Zimmer einigermaßen gleich groß sind, damit keiner benachteiligt ist. Oder, falls eure Budgets unterschiedlich groß sind, könnt ihr den m²-Preis auf die Zimmergrößen berechnen und so die Miete gerecht aufteilen.
✔ Bei mehr als drei Mitbewohnern bietet es sich an, nach einer Wohnung mit zwei Badezimmern zu suchen, oder zumindest mit einer separaten Toilette. So geht ihr Streitereien bei der morgendlichen Dusche aus dem Weg - insbesondere wenn ihr zur gleichen Zeit aus dem Haus müsst.

Putzpläne für den Hausfrieden

Während für die Einen tägliches Spülen und das regelmäßige Putzen des Badezimmers ganz selbstverständlich sind, gibt es auch Leute, deren Toleranzgrenze bei Dreck und Schmutz außergewöhnlich hoch ist. Deswegen ist das Putzen auch der häufigste Diskussions- und Streitpunkt in Wohngemeinschaften. Ein Putzplan ist eine gute Möglichkeit, die Verteilung der anliegenden Aufgaben zu organisieren und so für eine dauerhafte saubere Wohnung ohne Streitereien zu sorgen. Hier stellen wir dir drei Arten von Putzplänen vor:

Das Punktesystem

Jeder Tätigkeit im Haushalt wird eine bestimmte Anzahl an Punkten zugewiesen (z.B. Müll runterbringen = 1 Punkt, Flur saugen = 3 Punkte, Bad putzen = 5 Punkte). Schreibt die Namen der Bewohner auf eine Magnettafel tragt dann nach jedem Putzdienst die dazugehörige Anzahl an Punkten unter den jeweiligen Namen. Dann müsst ihr noch ausmachen wie viele Punkte jeder Bewohner pro Woche erreichen muss - fertig. Tipp: Schreibt am besten eine Legende neben den Plan und nehmt direkt mehrere Zeilen für die kommenden Wochen. So behaltet ihr besser den Überblick.

Die Putzuhr

Für die Bastler unter euch. Einfach aus einer Pappe einen Kreis ausschneiden und diesen an den Rändern in regelmäßigen Abständen mit je einem Bild von euch bekleben. Dann bastelt aus der übrigen Pappe für jede Putzaufgabe einen Zeiger (z.B. einen Badezimmer-Zeiger, einen Küchen-Zeiger, etc.) und befestigt diese in der Mitte der Pappe. Dabei müsst ihr darauf achten, dass sich die Zeiger bewegen lassen. Jeder Putz-Zeiger zeigt auf einen Bewohner und wenn derjenige seine Aufgabe erledigt hat, schiebt er den Zeiger einfach im Uhrzeigersinn auf Foto des nächsten Mitbewohners.

Der Jahresplan

Eine dritte Möglichkeit ist, in einem Jahreskalender alle Tätigkeiten den WG-Bewohnern zuzuordnen. Das geht am Besten mit verschiedenen Farbstiften - einfach alle Aufgaben bestimmten Farben zuordnen und immer abwechselnd die Namen über die Farbstriche im Kalender schreiben. Wenn ihr die erledigten Tätigkeiten im Kalender abhakt, behalten alle Mitbewohner den Überblick.

Bei Nichteinhalten des Putzplans bietet es sich an, eine kleine "Strafe" zu verhängen. Das Geld kann in der Kaffeekasse gesammelt werden und für gemeinsame Anschaffungen verwendet werden.

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