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Fristlose Kündigung

Wann kann eine fristlose Kündigung erfolgen?

Fristlose Kündigung Deutschland
© JulNichols / iStock

Fristlose Kündigungen können seitens des Arbeitgebers nur in gravierenden Fällen ausgesprochen werden. Die häufigsten Gründe sind Vermögensdelikte wie etwa Spesenbetrug und Diebstahl.
Auch die private Internetnutzung, sexuelle Belästigung oder eine tätliche Auseinandersetzung im Betrieb sind Gründe für eine fristlose Kündigung. Falsche Krankmeldungen und ein eigenmächtiger Urlaubsantritt können ebenfalls zu einer fristlosen Kündigung führen.

Sie kann sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer ausgesprochen werden und wird in dem Moment wirksam, in dem sie dem Empfänger zugeht.

Kann die fristlose Kündigung unwirksam sein?

Der Arbeitgeber muss - im Gegensatz zu einer ordentlichen Kündigung - bei einer fristlosen Kündigung jedoch auf Nachfrage die Gründe nennen. Sobald das Fehlverhalten des Mitarbeiters bekannt geworden ist, bleibt dem Arbeitgeber eine Frist von zwei Wochen, um die fristlose Kündigung auszusprechen.
Ist der Vorfall dem Arbeitgeber jedoch schon länger bekannt, ist die Entlassung unwirksam.

Wie kann ich gegen eine fristlose Kündigung vorgehen?

Der Arbeitnehmer kann gegen eine fristlose Kündigung mit einer Kündigungsschutzklage vorgehen. Vor Gericht wird dann der konkrete Einzelfall geprüft. Dabei wird auch berücksichtigt, wie lange der Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt war, ob er bereits vorher negativ aufgefallen ist und ob eine Weiterbeschäftigung bis Ablauf der Kündigungsfrist wirklich nicht vertretbar ist.
Vor Gericht kommt es in vielen Fällen zu einem Vergleich. Ersatzweise werden dann viele fristlose Kündigungen in ordentliche Kündigungen umgewandelt.

Kann ich auch fristlos kündigen?

Auch der Arbeitnehmer kann fristlos kündigen. Meistens machen Arbeitnehmer davon Gebrauch, wenn der Arbeitgeber beispielsweise das Gehalt über einen längeren Zeitraum nicht ausgezahlt hat. Dabei ist zu beachten, dass der Arbeitnehmer den Arbeitgeber vorher abgemahnt haben muss.

Weitere Gründe können der Verstoß gegen Arbeitsschutzbedingungen, eine Beleidigung durch den Arbeitgeber oder arbeitsplatzbedingte Krankheiten sein. Auch der Arbeitnehmer muss sich an bestimmte Fristen halten. Nachdem er von den kündigungs relevanten Umständen erfahren hat, bleiben ihm zwei Wochen, um eine fristlose Kündigung auszusprechen.
Nur wenn ein wichtiger Grund für die eigene Kündigung vorliegt, lässt es sich vermeiden, dass es zu einer Sperrzeit und einer Verkürzung des Arbeitslosengeldanspruchs kommt.

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