Samstag, 25.05.2013
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Duale Ausbildung

Duale Ausbildung
Duales Berufsausbildungssystem
Die berufliche Erstausbildung findet in Deutschland überwiegend im so genannten dualen System statt. Das heißt, die praktische Ausbildung wird direkt im Unternehmen vermittelt, während die theoretische Ausbildung in der Berufsschule erfolgt.

Mittlerweile gibt es rund 350 Ausbildungsberufe, die sich auf eine ganze Reihe von unterschiedlichen Berufsfeldern verteilen, wie z.B. Bauberufe, Chemie-, Kunststoffberufe, Elektroberufe, kaufmännische Büroberufe, IT-Berufe, Rechtsberufe, Sicherheitsberufe, Gesundheitsberufe oder Soziale Berufe.

Berufsausbildungsvertrag
Wenn du einen Ausbildungsplatz gefunden hast, schließt du mit deinem Ausbildungsbetrieb einen Ausbildungsvertrag ab. Der Vertrag regelt Beginn, Dauer, Art und Ziel der Ausbildung. Er legt außerdem die Dauer der Probezeit und der täglichen Arbeitszeit fest, die Ausbildungsorte, die Höhe der Ausbildungsvergütung und deinen Urlaubsanspruch.
Zudem erhältst du einen Ausbildungsplan, in dem steht, von wann bis wann du an welchen Stellen im Betrieb oder in der Dienststelle arbeiten und was du dabei lernen sollst. Mit dem Ausbildungsplan kannst du überprüfen, ob du auch wirklich alles lernst, was zu deiner Ausbildung gehört.
Als Auszubildender in einer dualen Ausbildung bekommst du während der gesamten Ausbildung vom Betrieb eine monatliche Vergütung, die auch den Schulbesuch mit einschließt.


Ausbildung im Betrieb
Die betriebliche Ausbildung – also die praktische Ausbildung – ist durch die jeweilige Ausbildungsordnung geregelt. In der Ausbildungsordnung werden die in Deutschland gültigen Standards für die betriebliche Ausbildung jedes einzelnen Berufes festgelegt. Dort steht u.a., welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten die Auszubildenden erwerben sollen und welche Inhalte in den Zwischen- und Abschlussprüfungen abgedeckt werden.

Zum Teil wird die Ausbildung auch durch überbetriebliche Lehrgänge ergänzt. Wenn der eigene Betrieb etwa nicht alle Bereiche der Ausbildung abdecken kann, können bestimmte Fähigkeiten zum Beispiel in Werkstätten der Handwerkskammern vermittelt werden.


Ausbildung in der Berufsschule
Die theoretische Ausbildung in der Berufsschule findet an ein bis zwei Tagen in der Woche statt. Möglich ist aber auch Blockunterricht, bei dem die Auszubildenden bis zu acht Wochen am Stück in der Berufsschule sind.
Der Unterricht umfasst einen fachtheoretischen und einen allgemeinen Teil, hierzu gehören zum Beispiel die Fächer Deutsch, Politik, Religion oder Sport.


Prüfungen
In den meisten Ausbildungen ist nach dem zweiten Ausbildungsjahr eine Zwischenprüfung abzulegen. Bei einigen Berufen kann, nach der neuen Prüfungsverordnung, das Ergebnis zu 35 Prozent in das Ergebnis der Abschlussprüfung einfließen. Der Stoff der Abschlussprüfung reduziert sich dadurch.
Die Abschlussprüfung - in Handwerksberufen Gesellenprüfung – besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil und wird organisiert von den Handwerks-, Industrie- und Handelskammern. Die Prüfungen werden bundesweit einheitlich durchgeführt, das heißt sie finden mit identischen Aufgaben gleichzeitig statt.

Wer die Prüfung nicht besteht, kann bei der zuständigen Kammer den Antrag stellen, die Ausbildung bis zum nächsten Wiederholungstermin zu verlängern (maximal ein Jahr). Die Abschlussprüfung kann insgesamt zweimal wiederholt werden.



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