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Private Rentenversicherung

Niedrige Steuerlast im Alter

Private Rentenversicherung Deutschland

Beim Abschluss einer privaten Rentenversicherung sollten Sie folgendes beachten: Je früher du eine private Rentenversicherung abschließt, desto niedriger sind die Beiträge und desto länger ist der Zeitraum, in dem du Kapital ansammeln kannst.

Die private Rente wird, wenn sie ab dem 65. Lebensjahr ausgezahlt wird, lediglich zu 18 Prozent versteuert – im Gegensatz beispielsweise zu Riester- und Betriebsrenten, die im Alter voll steuerpflichtig sind.

Private Rentenversicherungen sind jedoch nicht für jeden das Richtige, da sie recht unflexibel sind: Beitragslücken müssen rasch wieder geschlossen werden. Unterbrechungen der Beitragszahlungen sind lediglich in Ausnahmen möglich. Deshalb sollte das Geld für den Beitrag dauerhaft verfügbar sein. Ein vorzeitiger Ausstieg aus dem Vertrag bringt dem Versicherten zudem große Verluste.

Dynamische Rentenversicherungen

Viele Versicherungsgesellschaften bieten dynamische Rentenversicherungsverträge mit jährlich steigenden Beiträgen an. Der Versicherte kann hierbei mit niedrigen Beiträgen einsteigen und den Betrag langsam steigern. Versicherungsanbieter argumentieren, dass so Verluste durch Inflation ausgeglichen werden können. Jedoch machen Versicherer in der Regel bei jeder Dynamikstufe neue Abschlusskosten geltend.

Abruf- und Aufschuboptionen

Abruf- und Aufschuboptionen bei privaten Rentenversicherungen sind sinnvoll: Mit einer Abrufoption kann der Rentenbeginn bis zu 5 Jahre vorgezogen werden. Dann fällt die Rente jedoch entsprechend niedriger aus. Mit einer Aufschuboption kann die erste Auszahlung meist um zwei bis fünf Jahre hinausgeschoben werden.

Angehörige absichern

Eine private Rentenversicherung eignet sich nicht für die finanzielle Absicherung von Angehörigen. Damit die eingezahlten Beiträge für die Hinterbliebenen nicht verloren gehen, bieten die Versicherer z. B. eine Betragsrückgewähr für die Einzahlzeit an. In diesem Fall zahlt der Anbieter die Beiträge zurück, wenn der Versicherte vor Rentenbeginn sterben sollte. Zudem gewähren die Anbieter eine Rentengarantiezeit von bis zu zehn Jahren: Die Rente wird auch dann ausgezahlt, wenn der Versicherte nicht mehr lebt.

Private Rentenversicherung für über 50-Jährige

Wer mit über 50 feststellt, dass das eigene Einkommen im Alter nicht ausreichend sein wird, muss viel investieren, um eventuelle Lücken zu schließen. Um eine einigermaßen attraktive Rente herauszubekommen, sollten Ältere 3.000 Euro oder mehr als Jahresbeitrag in eine private Rentenversicherung einzahlen. Dieses Geld sollte jährlich zur Verfügung stehen.

Sofortrente

Eine andere Option für ältere Personen ist die Sofortrente. Bei der Sofortrente zahlen Sie einen höheren Geldbetrag einmalig ein und erhalten sofort eine garantierte lebenslange Rente. Die Sofortrente bietet somit die Möglichkeit, auch kurz vor Beginn des Rentenalters noch Rentenansprüche zu sichern. Wer z. B. durch eine Erbschaft oder Abfindung zu einer größeren Geldsumme kommt, kann diesen Betrag anlegen und in eine lebenslange Rente umwandeln.

Anlageformen

Bei einer privaten Rentenversicherung gibt es im Grunde drei Anlageformen: die klassische Rentenversicherung mit Garantiezins, die fondsgebundene Rentenversicherung ohne Garantie und eine Mischung aus beiden Varianten mit Garantie und Fondsinvestment.

Bei der klassischen privaten Rentenversicherung ist die Grundverzinsung garantiert und somit die Höhe der Mindestrente von Anfang an bekannt. Bei Überschüssen wird die Rente später dementsprechend aufgestockt. Eventuell bekommt der Versicherte staatliche Zulagen, wie z. B. bei der Riester Rente.

Bei fondsgebundenen Rentenversicherungen werden die Einzahlungen in Wertpapieren angelegt. Da hierbei Wertverluste möglich sind, bedeutet das einerseits ein größeres Risiko, auf der anderen Seite aber auch die Möglichkeit auf höhere Renditen.

Höhe der Beiträge

Die Höhe der Beiträge für eine Rentenversicherung solltest du so wählen, dass vorhandene Versorgungslücken mit der späteren Versicherungsleistung geschlossen werden können. Wie hoch die monatlichen Einzahlungen sein müssen, kannst du mit Hilfe der Vertragslaufzeit und der gewünschten "Zielrente" berechnen.

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