Donnerstag, 23.05.2013
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Ausbildung zur Erzieherin

Ausbildung zur Erzieherin
Frühkindliche Bildung fördern
Erzieherinnen betreuen Kinder und Jugendliche und fördern diese altersgerecht. Die Vermittlung von gesellschaftlichen Werten und Normen gehört genauso dazu wie die Förderung von Motorik und Körperbewusstsein oder die Förderung von geistigen Fähigkeiten durch spielerische und sportliche Aktivitäten.

Ausbildungsdauer: 2 bis 4 Jahre
Bildungsweg: schulische Ausbildung an Berufsfachschulen, Berufskollegs oder Fachakademien für Sozialpädagogik; Bachelor- und Master-Studiengänge für Erzieher/-innen
Ausbildungsbereich: Erziehungswesen
Vergütung: die schulische Ausbildung wird nicht vergütet; das Berufspraktikum kann vergütet werden – in kommunalen Einrichtungen gibt es z. B. ein Praktikumsentgelt von 1.333 € im Monat.


Erzieherinnen sind vor allem in der vorschulischen Erziehung tätig. Sie vermitteln gesellschaftliche Werte und Normen, indem sie Regeln für das Miteinander aufstellen und diese mit ihren Schützlingen einüben. Durch spielerische und sportliche Aktivitäten fördern sie die geistigen Fähigkeiten der Kinder und deren Motorik und Körperbewusstsein. Sie geben pädagogische Anregungen, um die Kinder zu ermutigen, sich mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen und eigene Interessen zu entwickeln. Dazu organisieren sie zum Beispiel neben Aktivitäten wie Malen, Basteln oder Spielen auch Ausflüge oder bringen den Kindern mit kleinen Experimenten naturwissenschaftliche Themen näher. Zudem fördern Erzieherinnen zum Beispiel durch Vorlesen oder gemeinsames Lesen die Sprachentwicklung.

Erzieherinnen beobachten das Verhalten der Kinder und beurteilen deren Entwicklungsstand und Sozialverhalten. Durch pädagogische Maßnahmen gleichen sie eventuelle Defizite in deren Entwicklung aus. Dazu erstellen sie langfristige Erziehungspläne, dokumentieren Maßnahmen und deren Ergebnisse sowie die Lernfortschritte der Kinder.

Erzieherinnen kümmern sich aber auch um Schulkinder und leiten etwa außerschulische Freizeitbetreuungen, helfen bei den Hausaufgaben oder arbeiten in Jugendzentren. Sie tauschen sich mit anderen pädagogischen oder psychologischen Fachkräften aus und haben Kontakt zu Eltern, Schulen, Ausbildungsbetrieben und Ämtern, wie z. B. dem Jugendamt.


Während der schulischen Ausbildung erlernen Erzieherinnen sozialpädagogische Grundlagen, für den Beruf relevante rechtliche Sachverhalte sowie allgemeinbildende Fächer wie Deutsch oder Politik. Der berufspraktische Teil der Ausbildung zur Erzieherin findet in Kindertagesstätten, Krippen, Kindergärten, Horten oder Heimen und Jugendzentren staatlicher oder kirchlicher Träger statt.

Seit 2004 kann man diesen Beruf auch an Hochschulen studieren. Der Schwerpunkt dieser neuen Studiengänge liegt auf der frühkindlichen Bildung und Erziehung.


Verwandte Ausbildungsberufe
Ähnliche Ausbildungsinhalte wie etwa die Betreuung, Förderung und Pflege von Kindern und Jugendlichen bieten z. B. auch die Ausbildungen zum Heilerziehungspfleger, Sozialhelfer oder Kinderpfleger.



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