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Erfolgsgeschichte Hanna und Tatjana

Hanna und Tatjana aus Hamburg

Aus Nervosität wurde Neugier

gayPARSHIP war natürlich nicht die erste Plattform, auf der ich mich angemeldet hatte. Nach einigen Enttäuschungen auf anderen Plattformen las ich vom Persönlichkeitstest und das einem Partner vorgeschlagen werden, welche nachweislich zu mir passen. Das machte mich neugierig, aber die Hoffnung kam trotzdem nicht gänzlich zurück. Nach ein paar Tagen wurde ich auf sie aufmerksam – eigentlich war sie für meinen Geschmack etwas zu jung. Und eine blonde Frau hatte ich auch noch nie an meiner Seite. Ihre Nachricht kurz, jedoch punktgenau charmant. Mein Kopf war auf einmal ganz leer. Wie beginne ich ein Gespräch mit einer Person, die ich nicht kenne? Sie machte nicht eindeutig klar, was sie dazu bewegte, mir zu schreiben. Ich hatte keinen Anhaltspunkt und fand keinen Anfang. Ihr Profil – ein Glück, daran konnte ich mich orientieren und Fragen stellen. Oder wirkt das einfallslos? Oh, kommt die Hoffnung doch wieder angekrochen und macht mir einen Strich durch meine so hart erarbeitete coole Fassade?
Einfach tippen. Ich erzählte, was mich derzeit bewegte, ein Scherz hier, etwas Ironie da und wir merkten, dass der Andere weder langweilig noch zu abgedreht rüberkam. Ihre Fotos hatten mich schon fasziniert – jetzt stand das erste Treffen vor der Tür. Und da war sie wieder, die Aufregung. Das kann doch nun wirklich nicht mein Ernst sein, es ist nur ein Treffen. Zieh an, worin du dich wohlfühlst und geh dorthin, wo genug los ist, falls du sie überhaupt nicht mögen solltest. Und wenn wir uns sehr mögen? Dann möchte ich doch bestmöglich aussehen. Man hat keine zweite Chance für den ersten Eindruck.
Dann war es so weit – kann ein Mensch lockerer daherkommen als sie und gleichzeitig so hinreißend sein? Ich bezweifel es. Aus dem unkomplizierten Kaffee am Hafen wurde ein Nachmittag/Abend/Nacht-Date. Die anfängliche Nervosität wich einem Gefühl der Neugier. Wir wollten einander erleben und entdecken, am besten heute und alles auf einmal. Die Gespräche gingen immer tiefer und unsere Blicke blieben immer länger an der Anderen kleben. Eine Frau meines Alters und dieses so erfrischende junge Ding – eigentlich verliebe ich mich nicht schnell, aber als sie mich nach Hause brachte, konnte ich dort nicht aufhören zu lächeln. Und dieses Lächeln trage ich bis heute auf meinen Lippen.
Noch heute erzählen wir uns davon, wie wir uns bei diesem Treffen gefühlt haben, was wir dachten und wie sehr wir der Anderen nah sein wollten. Mittlerweile wache ich beinah jeden Morgen neben ihr auf und kann es kaum glauben. Sie gehört zu mir.
Überstürzen werde ich dieses Mal nichts. Wir genießen beide das Gefühl, endlich angekommen zu sein, ohne einander einzuengen. Und soll ich was sagen? Sie ist weder zu jung, noch zu blond – sie ist das, wonach ich suchte.

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