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Betriebliche Weiterbildung
Zahlen und Fakten
Berufliche Weiterbildung spielt auf dem Arbeitsmarkt eine zunehmend größere Rolle. Aus Sicht vieler Betriebe reicht die berufliche Erstausbildung heute oft nicht mehr aus, um wettbewerbsfähig zu bleiben und technisch-organisatorische Veränderungen zu bewältigen. Demzufolge haben in den letzten Jahren auch die Weiterbildungsaktivitäten zugenommen, wie das IAB-Betriebspanel zur betrieblichen Aus- und Weiterbildung ergab. Um zu erfassen, welche Betriebe ihre Mitarbeiter weiterbilden, werden die Betriebe jährlich direkt zu ihren Weiterbildungsaktivitäten befragt.
Gegenüber 2001 haben 2008 dreizehn Prozent mehr Betriebe Weiterbildung als Möglichkeit der Personalentwicklung genutzt. 2008 waren knapp die Hälfte aller Betriebe weiterbildungsaktiv. Mit den Werten für 2009 wird aber erstmalig ein Rückgang der Quote beobachtet, der sich 2010 fortsetzte.
Weiterbildungsaktivität der Betriebe nach Betriebsgröße und Branche
Arbeitnehmer in kleineren Betrieben mit bis zu neun Beschäftigten nehmen wesentlich seltener an Weiterbildung teil. 2010 boten lediglich 35 Prozent der kleinen Betriebe Weiterbildung an oder unterstützten diese. Dagegen waren es bei Betrieben ab 500 Mitarbeitern 98 Prozent.

Die Bemühungen der Betriebe, ihre Beschäftigten weiterzuqualifizieren, sind je nach Branche recht unterschiedlich. Die Spanne reicht von 14 bis 82 Prozent der Betriebe einer Branche. Besonders hoch sind die Weiterbildungsaktivitäten in Bereichen wie öffentliche Verwaltung (82%), Gesundheits- und Sozialwesen (73%), Erziehung und Unterricht (77%) sowie im Kredit- und Versicherungsgewerbe (64%). Branchen mit sehr geringem Engagement sind das Gastgewerbe (14%), Verbrauchsgüter (26%), die Land- und Forstwirtschaft (28%) sowie Nahrung/Genuss (28%).
Weiterbildungsquote – Anteil der an Weiterbildung teilnehmenden Beschäftigten
2010 haben gut 26 Prozent aller Beschäftigten an Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen. Vor allem qualifizierte Mitarbeiter profitieren von den betrieblichen Weiterbildungsbemühungen. 2009 nahmen 33 Prozent von allen qualifizierten Beschäftigten an Weiterbildung teil, während es bei den in einfachen Tätigkeiten beschäftigten Arbeitnehmern lediglich 12 Prozent waren. Besser sah es in dem Bereich Gesundheits- und Sozialwesen aus. Dort nahmen 30 Prozent der gering Qualifizierten an Weiterbildung teil.
Anteil der an Weiterbildung teilnehmenden Beschäftigten (IAB-Betriebspanel 2001-2010)
Deutschland 2001 2003 2005 2007 2008 2009 2010
Alle Beschäftigte 18% 23% 21% 22% 26% 25% 26%
Qualifizierte Beschäftigte 21% 28% 23% 29% - 33% -
Beschäftigte in einfachen Tätigkeiten 6% 11% 8% 10% - 12% -

Die Bundesagentur für Arbeit fördert z.B. mit dem „WeGebAU“-Programm die berufliche Weiterbildung von gering qualifizierten und älteren Beschäftigten. Knapp ein Viertel der Betriebe, die WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen) kennen, nutzen diese Förderung. Die Arbeitnehmer können hierbei Teilqualifikationen erwerben oder fehlende Berufsabschlüsse nachholen. Ziel ist es, das Erwerbslosigkeitsrisiko von Geringqualifizierten zu mindern.
Quellen: Bundesinstitut für Berufsbildung, Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2012; IAB-Kurzbericht 11/2010: Präventive Arbeitsmarktpolitik. Impulse für die Berufliche Weiterbildung im Betrieb; IAB-Forum 1/2010: Qualifikation des Arbeitskräfteangebots in Deutschland
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