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Existenzgründung im Handwerk

Infos für Existenzgründer

Existenzgründung Pfronten

Wesentliche Grundlage für eine geplante Existenzgründung sind die Zulassungsvoraussetzungen für das jeweilige Handwerk. Weitere Informationen und Tipps für Existenzgründer erhältst du hier.

Eigener Betrieb auch ohne Meisterbrief

Ab dem 1. Januar 2004 wurde in Deutschland die Zahl der Handwerke, bei denen nur ein Meister berechtigt ist einen Betrieb zu führen, deutlich reduziert. Dieser so genannte Große Befähigungsnachweis wurde für zulassungsfreie Handwerke ganz abgeschafft.

Auch für fast alle zulassungspflichtigen Handwerksberufe wurden die Möglichkeiten ausgebaut, auch ohne einen Meisterbrief einen eigenen Betrieb zu gründen. So kann sich zum Beispiel ein Geselle selbstständig machen, der mindestens sechs Jahre, davon mindestens vier Jahre auch in leitender Position, in seinem Beruf gearbeitet hat. Diese Regelung gilt jedoch nicht für Schornsteinfeger, Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädietechniker, Orthopädieschuhmacher und Zahntechniker.

Ingenieure, Techniker und Industriemeister sind genauso eintragungsfähig wie die eigentlichen Meister. Mit dem zum 1. April 2012 in Kraft getretenen "Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikation " (Anerkennungsgesetz) berechtigen auch im Ausland erworbene Qualifikationen zu einer Betriebsgründung.

Rentenversicherungspflicht für Meisterbetriebe

Für die Gründer von zulassungspflichtigen Handwerken besteht eine gesetzliche Rentenversicherungspflicht. Diese Versicherungspflicht besteht bis zum Nachweis von 216 bezahlten Pflichtbeiträgen. Danach kann ein Befreiungsantrag gestellt werden. Diese Kostenbelastung müssen Neugründer bei der Berechnung ihres Kapitalbedarfs im Rahmen des Businessplans auf jeden Fall berücksichtigen.

Eintragung in die Handwerksrolle

Der erste Schritt in die Selbstständigkeit beginnt im Handwerk mit der Eintragung in die Handwerksrolle bzw. in das Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe, die in den Handwerkskammern geführt werden. Ist die Eintragung bestätigt, kann das Gewerbe beim Gewerbeamt der Gemeinde angemeldet werden. Das Gewerbeamt informiert wiederum das Finanzamt und die Berufsgenossenschaft. Mit der Eintragung in die Handwerksrolle ist der Gründer Mitglied seiner zuständigen Handwerkskammer, an die er Beiträge bezahlen muss. Allerdings nur dann, wenn die Erträge über bestimmten Grenzen liegen.

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