Ausbildung Verfahrensmechaniker – Verfahrensmechanikerin
Formteile für Spielzeug oder Gehäuseabdeckungen
Verfahrensmechaniker arbeiten in der Industrie und sind in verschiedensten Betrieben zuständig für die Überwachung, Steuerung, Bedienung und Wartung von Maschinen und zu verarbeitenden Rohstoffen.
Ausbildungsbereich: Handwerk und Industrie
Ausbildungsdauer: 3 bis 3,5 Jahre
Bildungsweg: duale Berufsausbildung
Fachrichtungen: Hütten-Halbzeugindustrie, Steine- und Erdenindustrie, Kunststoff- und Kautschuktechnik, Beschichtungstechnik, Brillenoptik, Glastechnik
Vergütung nach Ausbildungsjahr je nach Fachrichtung: 813 € bis 841 € / 865 € bis 886 € /
929 € bis 946 €
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) - Stand: Oktober 2012
Da sich die Werk- und Rohstoffe in ihren Eigenschaften stark unterscheiden, gibt es gleich mehrere Fachrichtungen, in denen Verfahrensmechaniker ausgebildet werden. So vielseitig wie die verschiedenen Fachrichtungen in der Verfahrensmechanik, so vielseitig sind auch die Beschäftigungsbereiche eines Verfahrensmechanikers. Ob in der Kunststoff- oder Elektroindustrie, beim Maschinen- oder Anlagenbau, im Fahrzeug- oder Straßenbau, sogar in der Möbelherstellung werden Verfahrensmechaniker beschäftigt. Dabei sind sie in der Verarbeitung und Weiterverarbeitung von Rohstoffen tätig und steuern und überwachen die zugehörigen Maschinen.
Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik lernen zum Beispiel in der Ausbildung verschiedene Kunststoffe und ihre Eigenschaften kennen. Sie werden eingearbeitet in den Umgang mit verschiedenen Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen und in die Herstellung von Werkstücken. Das können zum Beispiel Formteile für Spielzeug oder Gehäuseabdeckungen sein.
Ist ein neuer Auftrag eingetroffen, etwa für die Herstellung von Gehäusen für Elektrogeräte oder Sportgeräte, müssen sie zunächst die Fertigungsunterlagen und technischen Zeichnungen prüfen und den Arbeitsablauf planen. Sie richten die Maschinen ein, indem sie etwa die benötigten formgebenden Werkzeuge austauschen. Danach berechnen sie die benötigte Menge an Kunststoffgranulat und Hilfsstoffen wie Farbstoffe, Weichmacher und Stabilisatoren.
*Alle Berufsfelder und -bezeichnungen schließen, unabhängig von ihrer konkreten Benennung, sowohl weibliche als auch männliche Personen mit ein.