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Formalitäten bei einer Existenzgründung

Formalitäten bei einer Existenzgründung
Gewerbeanmeldung & Co.
Wer sich selbstständig machen will, muss verschiedene Behörden informieren – abhängig davon, ob er als Gewerbetreibender oder Freiberufler tätig werden möchte.
Gewerbetreibende
Als zukünftiger Gewerbetreibender müssen Sie Ihr Vorhaben beim Gewerbeamt Ihrer Gemeinde bzw. Stadt anmelden. Die Anmeldegebühr beträgt zwischen zehn und 40 Euro. Das Gewerbeamt informiert dann alle weiteren Behörden und Institutionen. Hierzu gehören das Finanzamt, das Ordnungsamt, das Amtsgericht (Handelsregister), die Berufsgenossenschaft sowie die Industrie- und Handelskammer oder die Handwerkskammer. Zudem wird auch das Gewerbeaufsichtsamt informiert, das zuständig für den Arbeits- und Gesundheitsschutz Ihrer Angestellten und Kunden ist.
Sie sollten jedoch sicherheitshalber selbst überprüfen, ob alle zuständigen Stellen auch tatsächlich informiert wurden.
Eine Mitgliedschaft in der IHK bzw. HWK ist für Existenzgründer Pflicht und mit Beitragskosten verbunden. Nehmen Sie aus Ihrer Gewerbetätigkeit weniger als 25.000 Euro ein und sind zudem nicht im Handelsregister eingetragen, müssen Sie in den ersten zwei Jahren keinen Beitrag an die IHK oder HWK zahlen.
Als Unternehmer haben Sie eine Berichtspflicht gegenüber dem Statistischen Landesamt. Als Gründer können Sie sich jedoch auf Antrag für drei Jahre davon befreien lassen.
Für die Gewerbeanmeldung benötigen Sie:
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Handwerkskarte für Handwerksbetriebe
  • Gewerbekarte für handwerksähnliche Betriebe
  • Erlaubnis oder Genehmigung (z.B. in der Gastronomie, Einzelhandel, Bewachungsgewerbe, Verkehrsgewerbe, Industrie)
  • Handelsregisterauszug für im HR eingetragene Unternehmen (Pflicht für Kaufleute und bestimmte Rechtsformen GmbH/UG, OHG, KG, AG)
  • Aufenthaltsgenehmigung mit der Erlaubnis, eine selbstständige Tätigkeit auszuüben, falls Sie nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen
Freiberufler
Machen Sie sich in einem der freien Berufe selbstständig, müssen Sie beim Finanzamt eine Steuernummer beantragen. Das Finanzamt schickt Ihnen einen "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung", in dem Sie unter anderem Ihre Umsatz- und Gewinnerwartungen eintragen müssen.
Eine Anmeldung beim Gewerbeamt entfällt. Die Unterscheidung zwischen einer gewerblichen und freiberuflichen Tätigkeit hat z.B. Auswirkungen auf die Höhe der Einkommensteuerbelastung. Zudem müssen Freiberufler keine Gewerbesteuer bezahlen. Im Zweifel entscheidet das Finanzamt, ob die geplante Gründung eine freiberufliche Tätigkeit ist.
Zu den freien Berufen zählen beispielsweise Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten, Heilpraktiker, Unternehmensberater und Künstler.
Für einige freie Berufe braucht der Gründer eine bestimmte Zulassung, um sich selbstständig machen zu können. Zudem besteht eine Pflichtmitgliedschaft in berufsspezifischen Kammern. Hierzu gehören die so genannten geregelten freien Berufe, z.B. Rechtsanwälte, Ärzte oder Steuerberater.
Freiberufler wie etwa Künstler, Schriftsteller, Wissenschaftler oder Unternehmensberater (ungeregelte freie Berufe) brauchen keine besondere Genehmigung. Sie sind auch nicht mitgliedschaftspflichtig, können aber freiwillig einen Antrag auf die Mitgliedschaft bei einer Kammer stellen.
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