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Niedrigenergiehaus

Ein energieoptimiertes Eigenheim - nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den eigenen Geldbeutel von Vorteil. Der Begriff Niedrigenergiehaus ist rechtlich nicht eindeutig definiert, da aber bei jedem Neubau der Heizwärmebedarf bei unter 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr (oder auch 7 Liter Heizöl) liegen muss, kann so gut wie jedes dieser Gebäude so benannt werden. Eine gute Wärmedämmung, vollautomatisch geregelte, auf die Bewohner abgestimmte Heizungen und Lüftungsanlagen gehören ebenfalls zu den Merkmalen eines Niedrigenergiehaus. Bei Altbauten gilt: Die Wärmedämmung der Gebäudehülle muss im Durchschnitt 15 % effizienter als bisher sein, die vorhandenen Nachtstromspeicherheizungen, die älter als 30 Jahre sind, müssen bis 2019 durch effizientere Geräte ersetzt werden und der gesamte Jahresprimärenergiebedarf muss künftig um 30 % niedriger liegen als bisher.

Ein haus im Grünen
© KatarzynaBialasiewicz/iStock

Vor- und Nachteile eines Niedrigenergiehauses

Vorteile

  • Niedrige Energiekosten und ein gutes Raumklima im Gebäude sprechen für das Niedrigenergiehaus.
  • Rund eine Tonne Kohlenstoffdioxid-Einsparung pro Jahr und Haus schonen die Umwelt.
  • Die recht hohen Baukosten amortisieren sich im Laufe der Zeit durch die geringen Energiekosten.
  • Für den Neubau oder den Erwerb eines KfW-Effizienzhauses vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (Kfw) besonders günstige Kredite.

Nachteile

  • Die Baukosten liegen durchschnittlich 3% bis 8% über dem Bau eines herkömmlichen Einfamilienhauses.
  • Feuchtigkeit kann durch die wärmeisolierten (wasserdampfdichten) Wände kaum entweichen, was Schimmelbildung fördert. Um dies zu vermeiden, werden Lüftungsanlagen verbaut, in denen sich bei unsachgemäßer Handhabung Legionellen (Bakterien) bilden können.

Wichtige Begriffe kurz erklärt

Der Primärenergiebedarf ist die Menge an Energie, die zur Deckung des Energiebedarfs notwendig ist. Das betrifft nur die Energie für Heizung, Warmwasser, Kühlung und Lüftung. Dabei ist aber auch die Energie für vorgelagerte Prozesse, wie bspw. das Gewinnen von fossilen Energieträgern (Abbau, Lagerung, Transport, etc.) mit zu berücksichtigen.
Die EnEv bestimmt seit 2002, welche bautechnischen Anforderungen Bauherren zu beachten haben, um energieeffiziente Gebäude zu erschaffen. Die Energiesparverordnung ist ein Instrument der Politik, um Klimaschutzziele zu erreichen und Energieeinsparungen möglich zu machen. Die vorher gültige Heizungsanlagenverordnung sowie die Wärmeschutzverordnung wurden durch die EnEV abgelöst.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau ist eine Förderbank und für viele Bereiche zuständig: Sie fördert Existenzgründer, kleine Firmen und den Mittelstand, vergibt Bildungskredite und kümmert sich um die Filmfinanzierung. Ein wichtiger Teil der Förderung kommt dem Wohnungsbau und Infrastrukturvorhaben zugute. Übergreifend unterstützt die KfW Umwelt- und Klimaschutzprojekte

Unterschied zu anderen Effizienzhäusern

Das Niedrigenergiehaus unterscheidet sich von anderen Effizienzhäusern maßgeblich in der verbrauchten Energie, die zur Wärmegewinnung aufgewandt werden muss. Ein Passivhaus beispielsweise kommt aufgrund der sehr guten Wärmedämmung und ein besonders gutes Lüftungssystem theoretisch komplett ohne Heizung aus. Es darf, um sich so zu nennen, 15 KwH, bzw., 1,5 Liter Heizöl pro qm im Jahr nicht übersteigen und die maximale Heizlast liegt bei 10 W/m². Bei einem 3-Liter-Haus dagegen beträgt der maximale Verbrauch an Heizöl bei 3 Litern oder 34 KhW. Bei einem Niedrigenergiehaus dürfen aber bis zu 70 KwH pro qm und Jahr anfallen. Man kann also sagen: Ein Passivhaus ist auch ein Niedrigenergiehaus, umgekehrt ist das jedoch nicht zwangsläufig der Fall.


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