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https://www.meinestadt.de/deutschland/immobilien/mieterselbstauskunft?

Die zuverlässige Selbstauskunft

Viele Vermieter erwarten vor Abschluss eines neuen Mietvertrages die Vorlage aussagekräftiger Dokumente durch die Interessenten. Meist beinhaltet dies eine Mieterselbstauskunft und eine Schufa-Auskunft. In der Mieterselbstauskunft werden, für den Vermieter relevante, Informationen gelistet, während die Schufa-Selbstauskunft ihre Zahlungsfähigkeit belegen soll. Somit sollen beide Dokumente mögliche Unsicherheiten bereits im Vorfeld ausräumen. Erfahren sie hier welche Daten erfasst werden und was Sie dabei beachten sollten.

Mieterselbstauskunft

Was ist eine Mieterselbstauskunft?

Viele Vermieter und Immobilienmakler verlangen, oft schon beim Besichtigungstermin, eine sogenannte Mieterselbstauskunft. Diese Auskunft beinhaltet Angaben über den Familienstand, Beruf, Einkommen und vorherige Mietverhältnisse. Dabei können auch Fragen zu eventuellen Mietrückständen oder sonstigen Schulden gelistet sein.

Als Mietinteressent ist man nicht verpflichtet eine solche Mieterselbstauskunft auszufüllen, allerdings erhöht dies die Chancen auf die Wohnung erheblich. Fragen zu ethnischer Zugehörigkeit, Familienplanung, Religion oder ähnlichem sind unzulässig.

Als weitere Absicherung wird zusätzlich oft die Schufa-Auskunft verlangt.

SCHUFA-BonitätsCheck für Vermieter

Darf mein Vermieter eine Schufa-Auskunft verlangen?

Eine eigenständige Schufa-Abfrage durch den Vermieter bzw. Makler ohne Vorliegen einer Einwilligung durch den Vertragspartner, ist nicht zulässig. Ein solches Einverständnis wird in der Regel schriftlich durch die sogenannte Schufa-Klausel eingeholt, wie man es von Leasing- oder Kreditverträgen kennt. Das Einverständnis kann prinzipiell auch mündlich z.B. bei einem Telefongespräch eingeholt werden, ist allerdings so im Streitfall nur schwer nachzuweisen. Wer aber sicher gehen möchte, seine Traumwohnung auch zu bekommen, der sollte den Forderungen des Vermieters auf freiwilliger Basis nachkommen. Allerdings sind nicht alle Informationen für den Vermieter relevant und können geschwärzt werden, zudem gibt es für die Vorlage beim Vermieter eine spezielle "reduzierte" Schufa-Selbstauskunft.

Welche Daten speichert die Schufa?

✔ Persönliche Daten wie z.B. Name, Anschrift oder Geburtsdatum
✔ Daten über Bank und Kreditkartenkonten sowie Bürgschaften
✔ Daten über bestehende Leasing-, Kredit- oder Mobilfunkverträge
✔ Eventuelle Zahlungsstörungen bzw. Kündigungen
✔ Vollstreckungsmaßnahmen z.B. die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung oder eine Privatinsolvenz

Welche Daten werden nicht von der Schufa gespeichert?

✔ Arbeitgeber
✔ Einkommen
✔ Familienstand
✔ Vermögenswerte

Kann ich die Löschung dieser Daten verlangen?

Die Schufa ist verpflichtet die verschiedenen Daten entsprechend der geltenden Fristen zu löschen. Verbleiben veraltete Daten im System, kann man die Löschung der Daten verlangen.

Die Fristen im Einzelnen:
✔ allgemeine Anfragen: Nach 12 Monate
✔ Kredite: 3. Kalenderjahr nach der vollständigen Rückzahlung
✔ Bürgschaften: Nach Erlöschen der Hauptschuld
✔ Daten über die nicht vertragsgemäße Abwicklung von Geschäften: 3 Jahre nach dem Begleichen der Forderung
✔ Giro- und Kreditkartenkonten: Sofort nach der Auflösung durch den Kunden
✔ Kundenkonten des Handels: Nach 3 Jahren
✔ Daten aus den Schuldnerverzeichnissen des Amtsgerichts: Nach 3 Jahren. Bei Nachweis der vorzeitigen Löschung, auch Löschung des Schufa-Eintrags möglich

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