Das perfekte Online-Profil – Darauf solltest du achten

Single- und Partnerbörsen basieren darauf, dass jeder Nutzer ein Profil über seine eigene Person erstellt. Dieses Profil stellt eine Art Online-Visitenkarte dar und dient dazu, einen ersten Eindruck von sich selbst zu vermitteln. Und wie wir alle wissen, ist der erste Eindruck nicht von absoluter Bedeutungslosigkeit. Demzufolge sind die Inhalte, die du innerhalb deines Dating-Profils präsentierst, von großer Bedeutung für deinen Erfolg in Bezug auf mögliche neue Kontakte.

Lesedauer: 8 Minuten

Junger Mann sitzt im Café und richtet sein Online-Profil am Laptop ein.
© stefan-stefancik/unsplash

1. Der Profilname

Das Einrichten eines Online-Dating Profils beginnt häufig damit, dass man sich für einen Profilnamen entscheiden muss. Der Nickname ist im Normalfall kein entscheidendes Kriterium innerhalb eines Online-Profils, du solltest ihn dennoch mit Bedacht wählen. Schließlich ist er meist das Erste, neben deinem Foto, was andere Nutzer von dir wahrnehmen. So kann es durchaus sein, dass Frauen und Männer anhand deines gewählten Namens entscheiden, dein Profil überhaupt erst anzuklicken oder nicht.
Vor diesem Hintergrund solltest du auf Nicknames verzichten, die dich ganz offensichtlich in ein ungünstiges Licht rücken. Dies würde deine Chancen auf eine Kontaktaufnahme zu anderen Singles nämlich verringern. Bei der Suche nach einem passenden Nickname solltest du folgende No-Gos beachten:

Kreativlosigkeit

Namen wie “Flo1981” oder “Lisa32” sind individuell, allerdings wenig originell. Letzterer bringt vor allen Dingen eines zum Ausdruck: Dass Lisa ähnlich unkreativ ist, wie die 31 Lisas vor ihr.

Sexuelle Prahlerei

Selbst wenn es der Wahrheit entsprechen sollte, solltest du auf Namen wie “Frauenheld”, “DerMitDemWaschbrett” oder “HeißesLuder” verzichten. Außer du bist im Bereich Casual Dating unterwegs.

Verzweiflung

Du bist schon länger Single und verzweifelst ein wenig an diesem Umstand? Spiegel das bitte nicht in Form von Nicknames wie “ForeverAlone” oder “Mr. Hoffnungslos” wieder.

Jetzt weißt du zumindest schon mal, wie du die Suche nach einem passenden Nickname nicht angehen solltest. Stattdessen solltest du mit deinem Nickname versuchen, einen Teil deiner Persönlichkeit auf originelle Art und Weise darzustellen. Wie stellst du das am besten an? Im ersten Schritt solltest du dir bewusst darüber werden, was dich auszeichnet, was deine Leidenschaften sind und wie du mit Menschen umgehst. Aus diesen Gedanken lassen sich zumeist interessante Nicknames ableiten.

  • Du bist ein extrovertierter Mensch, der in Gegenwart von Menschen aufblüht und aus dem Reden nicht mehr rauskommt?
    • “Laut-aus-Leidenschaft” oder “DasMikrofon”

  • Du bist sportlich, von morgens bis Abends aktiv und kommst nie zur Ruhe?
    • “Menschliche Koffeintablette” oder “Mr. Schlaflos”

  • Du hast Tattoos und liebst es, deinen Körper damit zu verzieren?
    • “Tintenfass” oder “BuntIstGut”

Die Liste ist endlos verlängerbar und soll dir veranschaulichen, wie du auf einen geeigneten Nickname kommen könntest. Orientiere dich an deiner Persönlichkeit und versuche anhand dessen, einen passenden Namen abzuleiten. Dieser darf ruhig ironische Züge beinhalten.

2. Das Profilbild

Neben deinem Nickname ist dein Profilbild im ersten Moment entscheidend dafür, ob eine Person dein Profil anklickt oder nicht. Bilder bestimmen viele Bereiche unseres Lebens und haben großen Einfluss darauf, wie wir fremde Menschen einschätzen. Visuelle Eindrücke sorgen dafür, dass wir ein erstes Gefühl für jemanden entwickeln können, unabhängig davon, ob dieses Gefühl am Ende des Tages bestätigt wird oder nicht.

Blonde Frau sitzt in einem Boot und hebt das Paddel in die Luft.
© jordan-bauer/unsplash

In erster Linie solltest du beachten, dass deine Profilbilder dafür sorgen, dass du einen bestimmten Schlag von Menschen anziehst. Posierst du auf deinem Foto freudestrahlend mit einem Hund an deiner Seite, dann ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass dich Menschen kontaktieren werden, die Hunde ebenfalls mögen. Ebenso ziehst du vermutlich eher sportliche Menschen an, wenn du auf deinem Foto gerade auf einer Welle im atlantischen Ozean surfst. Das musst du bedenken und vor dem Hintergrund auf Bilder setzen, die auch wirklich deiner Persönlichkeit entsprechen. Denn wenn du Hunde trotz eines entsprechenden Bildes in Wirklichkeit gar nicht magst, kann das zu Irritationen und Missverständnissen führen – du ziehst in dem Fall schlichtweg die falschen Personen an.

Authentische Bilder spiegeln deine Persönlichkeit wieder – darauf kommt es an.

Demnach ähnelt der erste Tipp in Bezug auf dein Profilbild jenem Tipp, den wir dir weiter oben schon in Bezug auf deinen Nickname gegeben haben: Authentizität ist auf Dauer der richtige Weg. Bilder, die einen Teil deiner Persönlichkeit vermitteln, machen definitiv Sinn. Natürlich kann kein Bild dieser Welt all deine persönlichen Wesenszüge einfangen und darstellen – allerdings kannst du einen ersten, interessanten Einblick in dein Naturell erzeugen. Versuche mittels deines Profilbildes also nicht, etwas vorzuspielen, was du nicht wirklich bist. Schließlich willst du nicht möglichst viele Leute anziehen, sondern die Richtigen, die wirklich zu dir passen.

Auf dem Fundament der Authentizität aufbauend, können dir folgende Tipps helfen, ein tolles Profilbild zu schaffen.

Mann steht auf einer Straße und lächelt direkt in die Kamera.
© mason-wilkes/unsplash

Ausdruck schafft Eindruck

Du solltest bei der Wahl deines Profilfotos darauf achten, einen charmanten und positiven Gesichtsausdruck zu haben. Wie das geht? Natürlich mit einem breiten Lächeln, bei dem du auch gerne Zähne zeigen darfst. Dies zeugt von Selbstbewusstsein und Zufriedenheit und ist ein guter Indikator, wenn es um das Thema Hygiene geht. Du möchtest deine Zähne nicht zeigen? Dann vermittle dennoch Positivität – durch eine offene Körperhaltung, einen direkten Blick in die Kamera und einem schönen Lächeln.

Ein Schnappschuss von einem Mann, der versucht das Bild mit seiner Hand zu verhindern.
© eduardo-dutra/unsplash

Spontan oder gestellt?

Spontane Schnappschüsse sind eine tolle Möglichkeit, um seine Persönlichkeit ganz ungekünstelt auszudrücken. Bilder von deiner letzten Aktivität, von einem Urlaub oder einfach nur ein Foto, auf dem du Kaffee trinkend und vertieft in ein Buch im Café sitzt, sind eine gute Wahl. Gibt es solche Schnappschüsse von dir nicht, dann kannst du natürlich auch gezielt Fotos von dir machen lassen. Achte hier allerdings besonders darauf, dass das Bild nicht zu gestellt und zu “perfekt” wirkt. Schließlich soll es kein Bewerbungsbild werden.

Ein Mann mit rotem Hemd sitzt mit seinen Freunden im Park und lächelt.
© ashwini-chaudhary/unsplash

Einzelbild schlägt Gruppenbild

Beim Online-Dating möchten wir die eine Person näher kennenlernen, für die wir uns interessieren. Demnach solltest du auch dich selbst in den Mittelpunkt deines Profils stellen und Bilder bevorzugen, auf denen nur du zu sehen bist. Ein Gruppenbild kann dein Profil allerdings durchaus abschließen und stimmig machen, denn es zeigt, dass du sozial integriert bist und dich gerne mit Menschen umgibst. Es sollte bei einem derartigen Bild aber eindeutig ersichtlich sein, wer von den Leuten du bist.

Ein junger Mann macht bei bestem Wetter ein Selfie von sich.
© johan-mouchet/unsplash

Selfies - ja oder nein?

Selfies sind eine gute Möglichkeit, um Schnappschüsse von sich und seinen Liebsten zu schießen. Diese Art von Foto sollte allerdings nicht die erste Wahl in Bezug auf dein Profilfoto sein, da es schnell etwas billig wirken kann. Möchtest du dennoch ein Selfie verwenden, achte auf einen passenden Hintergrund und eine gute Bildqualität. Verschwommene Selfies vor einem Wäscheständer sind tabu.

3. Der Profiltext

Nachdem du dich für einen Profilnamen und ein oder auch mehrere Profilfotos entschieden hast, geht es nun darum, deine Person mit Worten zu beschreiben. Die meisten Single- und Partnerbörsen stellen ihren Nutzern im Laufe der Profilerstellung vorgefertigte Fragestellungen oder auch Textbausteine zur Verfügung, anhand deren man sich entlang hangeln kann. Dieses Angebot solltest du nutzen und die Felder entsprechend ausfüllen. Ein ordentlich ausgefülltes Profil ist im Vergleich zu einem nur spärlich bestückten deutlich erfolgversprechender. Dies soll nicht heißen, dass du einen Roman schreiben sollst. Denn dann kann die Lust aufs Lesen schon mal vergehen.

Um nun eine Idee davon zu bekommen, wie ein guter Profiltext aussehen könnte, macht es Sinn, sich aus einer zielorientierten Sichtweise anzunähern. Folgende Dinge möchtest du mit deinem Text auf einer Online-Dating-Plattform erreichen:

  • Aufmerksamkeit wecken
  • Interesse erzeugen
  • Kontaktaufnahme erleichtern

Aufmerksamkeit wecken

Die Erzeugung von Aufmerksamkeit ist ein Aspekt, der in erster Linie über die weiter oben besprochenen Abschnitte eines Online-Profils stattfindet. Dein Nickname in Verbindung mit deinem Profilfoto ist das erste, was den anderen Nutzern ins Auge fällt. Beachtest du die Tipps aus den ersten beiden Kapiteln, kannst bereits hier punkten und Aufmerksamkeit erzeugen.

Interesse erzeugen

Wenn eine Person dein Profil anklickt, dann möchtest du, dass sie beim Durchschauen ein Interesse für dich entwickelt. Um dies zu erreichen, kannst du dich selbst in erster Linie einmal Folgendes fragen:

Was bereichert MEIN Leben und macht es einzigartig?


Die Antwort auf diese Frage ist im Endeffekt genau das, was du innerhalb deines Profiltextes verarbeiten kannst. Jeder Mensch ist ein Unikat und dies solltest du innerhalb deines Profiltextes auch zum Ausdruck bringen. Dabei solltest du auf oberflächliche Aussagen verzichten und so konkret werden, wie es dir irgendwie möglich ist. Statt zu schreiben, dass du gerne Musik hörst, könntest du auch von deinem letzten Konzert berichten, von der Band und der Gänsehautatmosphäre, die dort geherrscht hat. Diese Details sind es, die das Besondere an dir zum Ausdruck bringen und dazu imstande sind, wahres Interesse bei anderen Nutzern zu wecken. Die Dinge, die du in deinem Profiltext aufgreifst, solltest du demnach detailliert beschreiben. Verrate aber nicht gleich alles über dich, denn auch Geheimnisse wecken das Interesse eines potentiellen Partners!

Und ganz wichtig: Deine Erzählungen müssen nicht zwingend von tollen Erlebnissen und wahnwitzigen Abenteuern aus deinem Leben handeln, sondern können auch deine Ecken und Kanten umschreiben. Mut zur Ehrlichkeit zahlt sich aus! Du liebst es, dein Marmeladenbrötchen mit einem Stück Harzer Käse zu essen oder kannst es dir bis heute nicht verkneifen, dir ab und zu ein Überraschungsei zu kaufen? Cool, solche kleinen Eigenheiten machen dich nahbar und besonders. Gerne kannst du deinen Text also auch mit ein wenig Selbstironie schreiben.

Eine junge Frau mit rötlichem Haar sitzt im Café und richtet lächeln ihr Online-Profil ein.
© brooke-cagle/unsplash

Rechtschreibung

Achte unbedingt auf eine saubere Rechtschreibung. Alles andere wirkt wenig seriös und wird oftmals mit mangelnder Intelligenz in Verbindung gebracht. Solltest du Probleme mit korrekter Rechtschreibung haben, dann ziehe einen Freund zu Rate oder lasse deinen Text durch ein Rechtschreibprogramm laufen.


Kontaktaufnahme erleichtern

Für den Verlauf deines Profils ist es wichtig, dass du eine gesunde Balance zwischen detaillierten Informationen und unbeantworteten Fragen herstellst. Durch die Informationen aus dem Bereich "Interesse wecken" weiter oben gibst du einen ersten Einblick in deine Persönlichkeit. Dabei solltest du darauf achten, nicht dein komplettes Leben darzulegen und alles, was es über dich zu wissen gibt, auf dem Silbertablett zu servieren. Stattdessen sollte dein Profiltext eine Art Appetitanreger sein, der Lust auf mehr macht. Das stellt schlussendlich den Anreiz dar, der dazu führt, dass eine Kontaktaufnahme zustande kommt. Mache es deinem Gegenüber einfach, mit dir in Kontakt zu treten und liefere quasi im Voraus ein Gesprächsthema. Um dies zu erreichen, kannst du deinen Text mit offenen Fragen abrunden.

Nehmen wir an, du kochst leidenschaftlich gerne und baust dieses Hobby in dein Profil mit ein. Du erzählst auf witzige Art und Weise von deinem letzten kleinen Malheur, als dir die Süßkartoffel-Pommes völlig missraten und im Ofen verbrannt sind. In diesem Zusammenhang könntest du etwa eine dieser beiden Fragestellungen anbringen:

  • Du weißt, wie man Süßkartoffeln richtig zubereitet? Dann sollten wir uns kennenlernen.
  • Welches Gericht ist dir zuletzt so richtig gut gelungen?

Mit derart offenen Fragestellungen bietest du deinem Gegenüber einen simplen Einstiegspunkt, um mit dir in Kontakt zu treten. Das verringert die Hemmschwelle. Wenn du weitere Tipps zur Kontaktaufnahme brauchst, dann wirf einen Blick in unseren Themenartikel: 5 Tipps, wie man eine Frau richtig anschreibt.

Fazit:

  • Aufmerksamkeit erzeugst du in erster Linie durch dein Profilbild und deinen Profilnamen.
  • Um das Interesse zu wecken, solltest du über Dinge schreiben, die dich persönlich bereichern. Besondere Eigenheiten deiner Persönlichkeit sind hier wünschenswerter als oberflächliche Aufzählungen.
  • Baue eine offene Fragestellung ein, um die Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme so gering wie möglich zu halten.