Ausbildung als Notarfachangestellter

Notarfachangestellte/r
© gettyimages/LeoPatrizi

Wie lange dauert die Ausbildung?
3 Jahre, Verkürzung auf 2 – 2,5 Jahre möglich

Welchen Abschluss brauchst du?
Mittlere Reife

Wann arbeitest du?
Standard-Arbeitszeit

Was macht man als Notarfachangestellter?

Sei die rechte Hand des Notars und unterstütze ihn bei der Arbeit!

Ausbildungsinhalte und Gehalt

Das lernst du im 1. Jahr:
  • Du lernst den Umgang mit Mandanten und die Arbeitsorganisation im Büro kennen
  • Du erhältst eine Einführung in das Rechnungswesen und lernst Grundlagen der Gesetze und Verordnungen in der Rechtspflege kennen
  • Du erarbeitest dir Rechtsanwendungen in den Bereichen des bürgerlichen Rechts sowie des Handels- und Gesellschaftsrechts
  • Dir wird beigebracht, wie du die Arbeitsabläufe im Team organisierst und wie Ansprüche außergerichtlich geltend gemacht werden
Das lernst du im 2. Jahr:
  • Du lernst das Notariatsgeschäft besser kennen
  • Du erhältst Einblick in die Vergütung und Kosten, sowie in den elektronischen Zahlungs- und Rechtsverkehr
  • Wie Geschäftsabläufe erfasst, kontrolliert und bewertet werden
  • Wie du verschiedene rechtliche Verordnungen anwendest
  • Am Anfang des zweiten Lehrjahres steht eine Zwischenprüfung an
Das lernst du im 3. Jahr:
  • Du lernst, wie du Ehe- und Partnerschaftsverträge vorbereitest und abwickelst
  • Dir wird erklärt, wie Urkunden in erbrechtlichen Angelegenheiten bearbeitet werden
  • Dir wird gezeigt, wie du Vorgänge in der Zwangsvollstreckung wegen Geldforderungen abwickelst
  • Deine Ausbildung Endet mit der Abschlussprüfung

Alle wichtigen Informationen zur Ausbildung zum Notarfachangestellten

  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre, Verkürzung auf 2 – 2,5 Jahre möglich
  • Gehalt: 1. Jahr: 310 – 650 Euro, 2. Jahr: 435 – 750 Euro, 3. Jahr: 520 – 850 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Mittlere Reife
  • Ausbildungsorte: in Rechtsanwaltskanzleien mit Notariat, in Notariaten, in Inkassobüros, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, in Mahnabteilungen von Versandhäusern, Warenhausketten, Banken, Sparkassen und Versicherungen, in Büros
  • Arbeitszeiten: Standard-Arbeitszeit
  • Chancen: Weiterbildung zum Inspektor Notardienst, leitenden Notarmitarbeiter, Notarfachassistent, Notarfachwirt
  • Besonderheiten: lässt sich mit dem Beruf des Rechtsanwaltsfachangestellten kombinieren

Wie sieht dein Alltag als Notarfachangestellter aus?

Ohne seine Notarfachangestellten wäre ein Notar ganz schön aufgeschmissen. Deshalb beschäftigt er in der Regel mehrere, die ihn bei seiner täglichen Arbeit unterstützen. Wenn dich Hintergründe zu Verträgen, Testamenten und Urkunden schon immer brennend interessiert haben und du einen abwechslungsreichen Bürojob suchst, könnte die Ausbildung genau das Richtige für dich sein!

Die Ausbildung zum Notarfachangestellten dauert insgesamt drei Jahre. Im ersten Jahr gestaltet sie sich genauso wie die Lehre zum Rechtsanwalt- und Notarfachangestellten. In den beiden anderen Jahren erlernst du dann die spezifischen Fachkenntnisse.

Im Mittelpunkt deiner Aufgaben stehen immer die Mandanten. Du solltest daher offen und aufgeschlossen im Umgang mit Menschen sein. Du führst Vorgespräche oder Telefonate mit den Mandanten und kümmerst dich um den gesamten Schriftverkehr. Auch hilfst du, Urkunden und Verträge vorzubereiten. Zusätzlich kümmerst du dich um Einträge ins Grundbuch, bringst Ordnung in die Akten und schreibst Rechnungen. Dabei geht es stets um sehr private Details und Vermögenswerte – Verschwiegenheit ist daher besonders wichtig in deinem Beruf.

Dein Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt zwischen 1.560 und 2.000 Euro. Du kannst im Anschluss an die Ausbildung verschiedene Weiterbildungen belegen, beispielsweise zum Inspektor im Notardienst, zum Notarfachassistent oder zum leitenden Notarmitarbeiter.

Voraussetzungen für den Beruf

Du kannst Notarfachangestellter werden, wenn du...

  • einen Bürojob mit abwechslungsreichen Aufgaben suchst,
  • gute Noten in Deutsch hast und dich gut ausdrücken kannst,
  • gerne am PC arbeitest.

Die Ausbildung zum Notarfachangestellten kommt nicht infrage, wenn du...

  • eher handwerklich und kreativ begabt bist,
  • Probleme im Umgang mit Menschen hast und sehr schüchtern bist,
  • Schwierigkeiten hast, strukturiert und sorgfältig zu arbeiten.

Ausbildung zum Notarfachangestellten in deiner Nähe?

Du findest den Ausbildungsberuf Notarfachangestellter spannend? Das glauben wir dir! Schau nach, ob es offene Ausbildungsstellen als Notarfachangestellter in deiner Nähe gibt. Wie? Ganz einfach! Wir bieten dir auf unserem Ausbildungsmarkt von meinestadt.de jede Menge freie Ausbildungsplätze. Wenn du offene Ausbildungsplätze finden willst, gib einfach die Stadt in der du gerne deine Ausbildung machen willst unten in die Suchbox ein.

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