Partnertausch - Alles zum erotischen Erlebnis zu viert

Der Partnertausch kann eine Möglichkeit sein, um das Liebesspiel neu zu entfachen. Was die Grundlage dafür ist, wie ihr das Ganze in die Tat umsetzen könnt und welche Mythen über Swingerclubs tatsächlich der Wahrheit entsprechen, erfährst du auf dieser Seite.

Zwei Paare auf einem Sofa

Es ist ein Thema, das in vielen langfristigen Beziehungen zum Problem wird: Sex. Menschen, die bereits über einen langen Zeitraum mit ihrem Partner zusammen sind, berichten häufig von einer sich einstellenden Eintönigkeit im Bett. Die aufregende Leidenschaft der Anfangszeit hat sich gelegt und stattdessen hat sich Routine ins Sexleben eingeschlichen. Stellt sich diese ein, ist sie häufig verbunden mit dem Bedürfnis nach neuen erotischen Reizen.

Häufig lässt sich durch eine offene Kommunikation gegen ein eingeschlafenes Sexleben vorgehen. Neue Dinge wie Sexspielzeug oder auch unterschiedliche Orte können für Abwechslung sorgen. Eine weitere, etwas komplexere Möglichkeit stellt der Partnertausch dar.

Zur Idee des Partnertausches – Die Grundlagen

Monogamie

  • festlegung auf einen einzigen Partner
  • sexuelle Aktivitäten ausschließlich mit diesem Menschen

Partnertausch

  • das Paar öffnet sich für sexuellen Kontakt zu anderen Personen/Paaren
  • wird bspw. in Swinger Clubs praktiziert

Die Vorstellung, dass der eigene Partner anderen Menschen sexuell näher kommt, ist nicht für jeden einfach – wenn auch für manche reizvoll. Die Umsetzung eines solchen Vorhabens sollte vor diesem Hintergrund gut überlegt und an folgende Grundvoraussetzung gekoppelt sein:

Eine stabile, von Ehrlichkeit geprägte Beziehung!

Es existiert keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du deinen Partner am besten darauf ansprichst. Nähere dich am besten langsam an, sprecht über euer Sexleben im Allgemeinen und über Dinge, die ihr euch wünschen würdet. Vielleicht kommt ihr durch ein derartiges Gespräch ja ganz automatisch auf das Thema Partnertausch zu sprechen.

Wollt ihr beide die Idee des Partnertausches ausprobieren, gilt es, die Wünsche und vor allen Dingen auch Grenzen zu besprechen. Ehrlichkeit ist hier das Stichwort. Haltet euch mit euren Wünschen nicht zurück, sondern teilt sie eurem Partner ehrlich mit. Wenn ihr diese Basis geschaffen habt, steht euch und euren ersten Erfahrungen im Bereich des Swingens nichts mehr im Weg.

Ein Pärchen liegt eng umgschlungen und in Unterwäsche bekleidet auf dem Bett.

Neue sexuelle Impulse...

...können einer langjährigen Beziehung frischen Wind einhauchen und die Verbindung zueinander stärken. Die Grundlage dafür sind gegenseitiges Vertrauen und uneingeschränkte Offenheit.


Casual Dating

Um andere Paare für einen Partnertausch zu finden, bietet das Internet unzählige Angebote im Bereich des Casual Datings. Beim Casual Dating geht es im Kern um erotische Beziehungen, die frei von jeglichen Verpflichtungen geführt werden können. Dabei könnt ihr entweder selbst eine Kontaktanzeige schalten oder durch die Anzeigen anderer Paare stöbern. Derartige Plattformen bieten den Vorteil, dass etwaige Wünsche und Grenzen direkt kommuniziert und festgelegt werden können. Dadurch fällt es deutlich leichter, Paare mit einer ähnlichen Einstellung zu dem sexuellen Abenteuer zu finden. In einem 1. Treffen geht es dann vor allen Dingen darum, sich kennenzulernen und herauszufinden, ob die Chemie zwischen euch passt.

Wenn im Laufe dieses Kennenlernens sexuelle Anziehungskraft zwischen euch aufkommt, dann steht die Tür zu erotischen Abenteuern weit offen. Dabei muss es nicht zwingend immer direkten sexuellen Verkehr mit dem anderen Paar geben. Insbesondere am Anfang fühlen sich viele Paare bereits durch den Faktor erregt, dass ihnen andere beim Liebesspiel zuschauen.

Denn: Allein die Anwesenheit anderer Menschen kann das eigene Sexleben zu einem Abenteuer machen.

Ihr habt euch entschieden...

...und sucht ein anderes Paar für den Partnertausch?

Gebt hier eure Stadt ein und findet Gleichgesinnte in eurer Umgebung.

Swinger- und Pärchenclubs

Eine 2. Möglichkeit, um vorhandenes Interesse für den Partnertausch auszuleben, stellt der Swingerclub dar. In derartigen Etablissements treffen sich Menschen, die Interesse an sexuellen Erlebnissen mit wechselnden Personen haben. In erster Linie geht es in einem Swingerclub darum, Menschen zusammenzubringen, die an einem offenen Austausch zum Thema Sex interessiert sind. Menschen, die neue sexuelle Reize in ihrem Leben und vielleicht auch innerhalb ihrer Partnerschaft setzen möchten. Auch in Swingerclubs gibt es Regeln und wenn du mit deinem Partner einen derartigen Club besuchst, musst du natürlich nicht zwingend Sex haben. Motto: Vieles kann, nichts muss.

Wissenswertes zu Swingerclubs

  • Swingerclub: Sowohl Paare als auch Single-Frauen und Single-Männer haben hier Zutritt.
  • Pärchenclub: Ausschließlich Paare und in manchen Fällen auch Single-Frauen. Single-Herren haben keinen Zutritt. Gerade für Einsteiger ergibt es Sinn, den Pärchenclub einem Swingerclub vorzuziehen.
  • Alles kann, nichts muss. Wenn du mit deinem Partner einen Swingerclub besuchst, seid euch dessen bewusst. Ihr unterliegt keinen Zwängen und könnt euch alles in Ruhe anschauen. Und wenn ihr doch keine Lust auf mehr verspürt, könnt ihr euch einfach einen netten Abend an der Bar machen.
  • Eintritt: Der Eintrittspreis ist für Frauen oftmals geringer als für Männer. Hintergrund: Die Männerquote in Swingerclubs ist chronisch erhöht.
  • Duz-Kultur: In Swingerclubs spricht man sich mit Vornamen an und duzt sich.
  • Keine Prostitution: Ein Swingerclub ist kein Bordell! Für Sex wird nicht bezahlt und er basiert ausschließlich auf freiwilliger Basis!

Möglicher Ablauf eines Besuchs

Viele haben vor ihrem 1. Besuch im Swingerclub aus unterschiedlichen Gründen großen Respekt. Männer beispielsweise verspüren häufig eine Form der Versagensangst und haben die Befürchtung, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes nicht ihren Mann stehen. Demgegenüber beschäftigen sich Frauen oftmals mit ihrem eigenen Aussehen und fühlen sich zu unattraktiv, um sich freizügig vor Fremden zu zeigen. Respekt und Angst vor Dingen, die man noch nie gemacht hat, sind absolut menschlich – insbesondere wenn diese Dinge äußerst intimer Art sind.

Mache dir in erster Linie einmal klar, dass du in einem Swingerclub nicht auf außergewöhnliche Übermenschen mit perfekten Körpern treffen wirst. Vielmehr sind auch die Swinger wie du und ich, normale Menschen mit Stärken und Schwächen.

Schlussendlich wirst du deine Bedenken in Bezug auf Swingerclubs allerdings nur bekämpfen können, indem du dich traust und es einfach ausprobierst. Im Folgenden findest du demnach nur einen beispielhaften Ablaufplan, sodass du eine Idee davon bekommst, wie ein Besuch im Swingerclub aussehen könnte.

1. Ankommen und vorbereiten

  • Begrüßung und Führung durch den Betreiber
  • Anschließend kannst du in der Umkleide deine Straßenkleidung ablegen und duschen. Hygiene wird in Swingerclubs groß geschrieben.
  • Es gibt keine festgelegte Kleiderordnung, es sollte allerdings sexy sein. Dessous, Miniröcke oder auch Kleider sind eine gute Wahl. Bei Männern könnten es knappe Boxershorts, Netz-Oberteil oder auch ein Lackhemd werden.
  • Den Schlüssel für deinen Spind gibst du an der Bar ab.

2. Kontakte knüpfen

  • Der eigentliche Abend beginnt dann zumeist an der Bar. Hier gibt es Getränke und teilweise auch etwas zu essen.
  • Im Bar- und Tanzbereich könnt ihr erste Kontakte zu anderen zu knüpfen.
  • Findet ihr sexuell attraktive Personen, geht's ab zu Schritt 3.

3. Sexuelle Begegnungen

  • Sex an der Bar ist tabu. Dafür gibt es extra vorgesehene Bereiche. Begibst du dich in diesen Bereich, wirst du reichlich Kondome vorfinden. Diese sind zwar häufig kunterbunt, sollten allerdings nicht als Deko betrachtet werden.
  • Räumlichkeiten für sexuelle Aktivitäten:
    • Wellness: Wellnessbereich mit Sauna, Whirlpool und Dampfbad. Hier kann jener Lust nachgegangen werden, die viele beim Besuch einer öffentlichen Therme empfinden, allerdings nicht ausleben dürfen.
    • Voyeure: Leute, die anderen beim Sex zuschauen möchten, finden dafür geeignete Abschnitte mit entsprechenden Gucklöchern.
    • Gruppensex: Egal, ob 3, 4 oder noch mehr Personen. In diesem Bereich findet man Spielwiesen für Gruppensex.
    • Rückzugsorte: Auch im Swingerclub kann man intime Stunden zu zweit verbringen. Oftmals gibt es auch abschließbare Räume.
  • Bei anderen mitmachen: Immer erst höflich fragen oder diskret Annähern. Ein Nein ist dabei stets zu akzeptieren!

Tipp für danach

Wart ihr erstmals in einem Swingerclub, dann solltet ihr nach dieser Erfahrung darüber sprechen. Wie war euer Gefühl, als euer Partner körperlichen Kontakt zu anderen Menschen aufgenommen hat? Wie stand es um eure Eifersucht? Gab es vielleicht Dinge, die zu weit gingen?

Nur durch derart offene Gespräche und das Reflektieren eurer persönlichen Empfindungen und Eindrücke des Partnertausches, kann diese Form der Sexualität auf Dauer funktionieren. So kann es durchaus sein, dass du vorher dachtest mit der Situation klarzukommen, sich deine Meinung im Nachhinein allerdings verändert hat.

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