2-Zimmer-Wohnung – Ein Zuhause für viele

Zweizimmerwohnungen gehören zu den beliebtesten Wohnungstypen in Deutschland. Der Grund? Sie eignen sich für viele verschiedene Mieter: für Paare, für Alleinstehende oder auch für WGs oder Senioren. Wir erklären Ihnen, was Sie bei der Wohnungssuche beachten sollten und wie Sie Ihre Zweizimmerwohnung am besten einrichten, um genug Platz zu haben und nicht im Chaos zu versinken.

Lesedauer: 10 Minuten

2-Zimmer-Wohnung Raumteiler Regal
© sergiophoto/Fotolia

Was ist eine 2-Zimmer-Wohnung?

Eine Zweizimmerwohnung ist eine Immobilie, die grundsätzlich aus zwei einzelnen Räumen besteht. Zusätzlich kommen noch die Küche, das Bad und ein Flur bzw. der Eingangsbereich dazu. Oftmals wird in den Wohnungsanzeigen aber auch die Küche als einer der Wohnräume beschrieben – daher definieren manche Wohnungen mit einem Zimmer und einer großen Küche ebenfalls als Zweizimmerwohnung. Lassen Sie sich davon nicht verwirren, sondern schauen Sie sich das Objekt bestenfalls erst einmal an. Schließlich kommt es ja auch darauf an, in welcher Konstellation Sie in diese Wohnung einziehen möchten. Da es sich nun einmal nur um eine Zweizimmerwohnung handelt, werden diese Wohnräume unterschiedlich genutzt und können auch unterschiedlich geschnitten sein. Deswegen ist dieser Wohnungstyp sehr beliebt, denn er eignet sich für verschiedene Mieter-Gruppen: Paare, Alleinstehende oder WG-Partner können hier ihr neues Zuhause finden. Aus diesem Grund ist es gerade in den Großstädten schwierig, schnell eine Zweizimmerwohnung zu finden.

Für wen ist eine 2-Zimmer-Wohnung geeignet?

Eine Zweizimmerwohnung ist die Allround-Wohnung unter den Wohnungstypen. Ob jung, alt, alleinstehend, als Paar oder als Zweier-WG – dieser Wohnungstyp ist bei den Wohnungssuchenden sehr beliebt. Achten Sie von Anfang an bei der Suche darauf, wie die Wohnung geschnitten ist, da nicht jede Zweizimmerwohnung für jeden Suchenden optimal geeignet ist.

Alleinstehende

Möchten Sie alleine wohnen, so ist eine 2-Zimmer-Wohnung ideal, wenn Sie in den eigenen vier Wänden genug Stauraum und Rückzugsmöglichkeiten brauchen. Gerade wenn Sie berufstätig sind und einen Arbeitsbereich benötigen, können Sie Ihre 2-Zimmer-Wohnung optimal aufteilen. Im Vergleich zur 1-Zimmer-Wohnung ist außerdem der Mietpreis pro Quadratmeter günstiger, weshalb gerade alleinstehende Berufstätige Ihre Wohnungssuche auf eine Wohnung mit mehreren Zimmern erweitern, bevor Sie in einem 1-Zimmer-Apartment landen und kaum über Platz verfügen.

Paare

Paar während des Umzugs
©: Syda Productions/Fotolia

Für Paare ohne Kinder ist eine Zweizimmerwohnung bestens geeignet. Gerade in Großstädten und beliebten Wohnorten liegt eine Zweizimmerwohnung im Gegensatz zu größeren Wohnungen in einem bezahlbaren Bereich. Achten Sie als Paar bei der Wohnungssuche darauf, dass es sich bei dem Inserat auch wirklich um zwei Zimmer plus Küche und Bad handelt. Allerdings sollte es für Sie auch kein Problem sein, wenn es keine separate Küche gibt, sondern der eine Raum eine große Wohnküche ist. Wie wichtig Ihnen das jedoch ist, können nur Sie wissen und sollten das vor und während der Wohnungssuche abwägen.
Optimal ist es natürlich, wenn einer der beiden Räume etwas größer ist als der andere, denn dieser kann dann zukünftig als Wohnzimmer genutzt werden. Dort können Sie eine große Couch samt Wohnzimmereinrichtung reinstellen und vielleicht ist noch Platz für einen Esstisch. Dort verbringen Sie normalerweise mehr Zeit als im Schlafzimmer, welches ruhig etwas kleiner ausfallen kann. Oftmals reicht es, wenn Sie dort Ihr Bett und einen Kleiderschrank bzw. Kommoden aufstellen.
Falls Sie noch einen Arbeitsplatz benötigen, können Sie aus dem Wohnzimmer eine Mischung aus Arbeits- und Wohnbereich machen. Mit dem Schlafzimmer ist das ebenfalls möglich. Sollte es ein Durchgangszimmer und normales Zimmer geben, ist das für Sie als Paar ebenfalls in Ordnung. Durchgangszimmer heißt nämlich, dass ein Zimmer nur durch das andere – durch das Durchgangszimmer – begehbar ist. Hierbei ist dann das Schlafzimmer nur betretbar, wenn man durch das Wohnzimmer geht.

WG

Zwei Frauen am Frühstückstisch
© Robert Kneschke/Fotolia

Sind Sie zwei Freunde oder Bekannte, die auf der Suche nach einer geeigneten Wohnung für eine WG sind? Dann sollten Sie bei der Raumaufteilung darauf achten, dass die beiden Räume der Zweizimmerwohnung ungefähr gleich groß sind. Ein Durchgangszimmer wäre in diesem Fall keine Option! Wenn die Küche groß genug ist, können Sie diesen Raum als Gemeinschaftszimmer nutzen. Mit einem großen Esstisch und einer Couch oder Sitzecke wird der Raum zu einer gemütlichen Wohnküche. In den eigenen Zimmern können Sie sich dann individuell einrichten und den Raum nach Ihrem Geschmack nutzen. In Wohnungen mit hohen Decken eignen sich oftmals Hochbetten für ein WG-Zimmer, damit Sie darunter noch genug Stauraum und Platz für Ihr Hab und Gut haben.

Senioren

Auch bei der älteren Generation ist die Zweizimmerwohnung ein beliebtes Objekt. Wenn die Kinder erwachsen und aus dem Haus sind, benötigen viele Senioren nicht mehr so große Wohnungen und begeben sich deswegen auf die Suche nach den passenden vier Wänden. Achten Sie hier jedoch darauf, dass die Wohnung barrierefrei ist, damit Sie entspannt wohnen können. Eine Dachgeschosswohnung wäre also ungeeignet, ein Aufzug oder eine Erdgeschosswohnung wäre wiederum sehr praktisch.

Was muss ich vor dem Umzug beachten?

Ausmisten

Je nachdem, wie groß die Zweizimmerwohnung ist, in die Sie einziehen, sollten Sie sich vorab über genügend Stauraum Gedanken machen. Gerade, wenn Sie zu zweit in Ihre erste gemeinsame Wohnung einziehen – egal ob als WG oder als Paar – kommt viel mehr zusammen als gedacht. Möbel, Kleidung, Geräte, Kleinkrams – all das muss vorher gut aussortiert werden, denn oftmals haben Sie vor dem Einzug viele Dinge doppelt. Gut erhaltene Möbel und Geräte können Sie auch verkaufen, um noch ein bisschen Geld für die neue Wohnung reinzuholen.
Wir raten deshalb, dass Sie vorher einmal ausmisten und sich auch mit Ihrem Lebensgefährten / WG-Partner zusammensetzen. Besprechen Sie vor dem Umzug, wer welche Gegenstände, die von beiden genutzt werden können, in die gemeinsame Wohnung mitbringt. Dazu gehören Küchengeräte, Wohnzimmermöbel und Badezimmerutensilien.

Sollten Sie bei Ihrer Zweizimmerwohnung über einen kleinen Abstellraum oder gar einen Keller verfügen, können Sie natürlich da viel lagern und verstauen, was nicht täglich benutzt wird. Informieren Sie sich darüber auch vorher und werfen Sie bei der Wohnungsbesichtigung auch einen Blick in die Kellerräume. Wenn dieser vom jetzigen Mieter genutzt wird, können Sie diesen auch fragen, wie groß der Keller ungefähr ist, um sich über weitere Stauräume Gedanken machen zu können. Weitere Information und Tipps für den Umzug können Sie auch hier nachlesen: Umzug planen

Grundriss

Wenn möglich, lassen Sie sich vor dem Umzug einen Grundriss geben, in dem Sie alle Angaben zu den Quadratmetern pro Zimmer finden. So können Sie schon vorab sämtliche Räume genauestens abmessen und schon einmal einplanen, wo welche Möbel hingestellt werden sollen und wofür noch Stauraum benötigt wird. Sollte es keinen Grundriss der Wohnung geben, so sollten Sie vorab die Möglichkeit haben, die einzelnen Räume eigenständig zu messen.
Achtung bei Dachschrägen und verwinkelten Grundrissen: Gerade bei kleinen Wohnungen fällt der Verlust an Stellfläche ins Gewicht. Achten Sie also unbedingt auf die “echte” Quadratmetergröße bei der Besichtigung, da die Maße oftmals ohne Dachschrägen berechnet werden. Ebenfalls sollten Sie vorher abmessen, ob bezüglich der Deckenhöhe, der Höhe und Größe der Fenster, Türen und Heizkörper alle Möbel so platziert werden können, wie erhofft.

Wie viel kostet eine 2-Zimmer-Wohnung?

Wie viel genau eine Zweizimmerwohnung kostet, ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Gerade in Großstädten oder im Zentrum einer Stadt ist der Preis pro Quadratmeter deutlich höher als der einer Wohnung im Vorort oder am Stadtrand. Falls die Wohnung zuvor vom Vermieter saniert oder renoviert wurde, können sich die Kosten dafür auch im Mietpreis widerspiegeln und diesen deutlich anheben. Der Durchschnittspreis pro Quadratmeter liegt in Deutschland bei ungefähr 5,98 Euro. Doch bedenken Sie, dass es sich hierbei nur um den Durchschnitt handelt, der auf Wohnungen in kleineren Städten oder Gemeinden zutreffen kann, in größeren Städten jedoch viel zu niedrig ist. Die Kaltmiete an sich kann zwar niedrig sein, doch damit ist es noch nicht getan: Oftmals kommen noch hohe Betriebs- und Nebenkosten dazu, die Sie noch einkalkulieren müssen.

Wohnung kaufen

Wohnung kaufen statt mieten? Das ist natürlich auch möglich. Allerdings sollten Sie sich vorher intensiv damit auseinandersetzen, ob der Kauf einer Zweizimmerwohnung für Sie überhaupt in Betracht kommt. Zweizimmerwohnungen sind oftmals gute “Einstiegswohnungen”. Sie sind nicht zu groß, nicht zu klein – und gerade deswegen leben die meisten Paare nur für eine bestimmte Zeit in dieser Immobilie. Wenn es mit der Zukunftsplanung losgeht, und Sie auch daran denken, irgendwann eine eigene Familie haben zu wollen, so könnte die 2-Zimmer-Wohnung auf Dauer zu klein werden. Deshalb ist hier die Frage, ob sich eine Zweizimmerwohnung als Eigentumswohnung lohnt. Es gibt auch die Möglichkeit, die gekaufte Zweizimmerwohnung weiterzuvermieten, wenn Sie selber eine größere Wohnung benötigen oder aus anderen Gründen nicht mehr in dieser Wohnung leben wollen oder können. Das lohnt sich vor allem in Großstädten, in denen der Immobilienmarkt so überlaufen ist, dass Sie Ihre Eigentumswohnung sicherlich gut weitervermietet bekommen.

Zweizimmerwohnung - Wohnzimmer mit Trennwand
© Photographee.eu/Fotolia
Zweizimmerwohnung - Dekoration
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2-Zimmer-Wohnung - Wohn- und Esszimmer
© patricia-rieder/unsplash

Einrichtungstipps für kleine 2-Zimmer-Wohnungen

In Großstädten fallen die Zweizimmerwohnungen nicht ganz so groß aus. Gerade wenn Sie bezahlbar sein soll, hat eine einfache, gut geschnittene Zweizimmerwohnung meistens eine Größe von 35-50 Quadratmetern. Aus diesem Grund erhalten Sie von uns Einrichtungstipps, wie Sie mit Hilfe von verschiedenen Möbelstücken mehr Stauraum und Platz in Ihrer Wohnung schaffen:

Einrichten

Raumtrenner
Der Klassiker! Wenn die Wohnung etwas kleiner ist, ein Raum aber davon ziemlich groß, lässt es sich dieser Raum mit einem Raumtrenner gut aufteilen. So haben Sie die Möglichkeit, beispielsweise einen Arbeitsbereich in Ihrem Wohnzimmer oder Schlafzimmer zu integrieren. Mittels eines Vorhangs, einem großen Regal oder einer Trennwand können Sie die Raumaufteilung sehr schnell und kostengünstig umsetzen. Ein großes Regal hat den Vorteil, dass dadurch noch zusätzlicher Stauraum für Bücher oder Ordner entsteht.

Kisten und Körbe
Schaffen Sie sich Kisten und Körbe in verschiedenen Größen und Formen an. Diese bieten genug Stauraum und sind zusätzlich noch eine schöne Dekoration in Ihren Wohnräumen. Größere Kisten können Sie auch unter dem Bett oder auf dem Kleiderschrank verstauen. Damit bringen Sie Ordnung in Ihre Wohnung und haben wesentlich mehr Platz.

Sitzhocker mit Stauraum
Sie haben nicht viel Platz, aber viele Dinge, die Sie verstauen möchten? Sind es leichte, kleine Gegenstände wie Schreibwaren, Spiele oder Deko – also Gegenstände die schnell greifbar sein sollen, aber nicht überall rumliegen müssen? Für diesen Fall sind Sitzhocker mit integriertem Stauraum optimal für Ihre Wohnung. Zum einen haben Sie eine schöne Sitzfläche, zum anderen können Sie viele Kleinigkeiten in der eingebauten Aufbewahrungsbox verstecken. Solche Sitzhocker gibt es in verschiedenen Ausführungen, Farben und Größen. Da ist sicherlich was für Sie dabei!

Stauraum

Keller
Wenn Sie eine Zweizimmerwohnung suchen oder auch schon haben, die flächenmäßig etwas kleiner ausfällt, empfehlen wir einen Kellerraum. Nicht jede Wohnung hat einen Keller zur Verfügung, doch wenn Sie über einen verfügen und sich dieser zum Lagern eignet, sollten Sie diesen Platz auf jeden Fall nutzen. Ein Keller bietet zusätzlichen Stauraum und Sie können Gegenstände lagern, die Sie im Alltag nicht so häufig brauchen. Dazu gehören Winter- oder Sommerkleidung, Werkzeug oder auch Möbelstücke, die in der Wohnung keinen Platz mehr gefunden haben.

Bett mit Bettkasten
Ebenfalls lohnt sich ein Bett inklusive Bettkasten oder großen Schubladen, gerade wenn das Schlafzimmer etwas kleiner ist. Im Bettkasten oder in der Schublade lassen sich Bettwäsche, Handtücher und sonstige Textilien verstauen. So schaffen Sie mehr Platz im Zimmer und können Ihr Schlafzimmer gemütlich einrichten, da Sie nicht so viele Möbelstücke brauchen.

Schlafcouch
Ebenfalls ein altbekannter Aufbewahrungs-Klassiker – die Schlafcouch. Eine Schlafcouch ist nicht nur eine Alternative zum Bett, sondern auch für das Wohnzimmer eine gute Lösung. Zum einen haben Sie eine gemütliche Sitzgelegenheit, da sich Schlafsofas mittlerweile kaum mehr von normalen Sofas unterscheiden. Zum anderen können Sie Gäste zur Übernachtung einladen. Und das Wichtigste: Sie haben noch einen Bettkasten, in dem Sie Bettwäsche, Handtücher oder Kissen verstauen können.

Wie sollte sich die Miete im Verhältnis zum Einkommen verhalten?

Zunächst einmal sollten Sie sich als Wohnungssuchende/r genau diese Frage stellen: Wie viel kann und wie viel will ich mir leisten? Wie wichtig ist mir die Größe der Wohnung? Möchten ich unbedingt in der Innenstadt leben, brauche ich einen Balkon und/oder einen Stellplatz? Alle diese Faktoren spielen bei den Mietkosten eine Rolle. Deshalb sollten Sie sich vor der Suche im Klaren darüber sein, welche Ansprüche Sie haben und was Sie bereit sind zu zahlen.

Wenn Ihnen das nicht so leicht fällt, gibt es noch zwei verschiedene Faustregeln, die Ihnen bei der Entscheidung helfen könnten: Zum einen gibt es die “40er-Mietregel”. Diese besagt, dass das Brutto-Jahresgehalt das vierzigfache der Miete betragen sollte. Wenn Sie zum Beispiel 40.000 Euro brutto im Jahr verdienen, so wären Mietkosten in Höhe von 1.000 Euro angemessen. Die andere Faustregel ist die sogenannte “30-Prozent-Mietregel”, bei der 30 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens für die gesamte Miete einkalkuliert werden sollten. Bei einem Nettoeinkommen von 2000 Euro im Monat, dürfte die Miete somit bei 600 Euro liegen. Diese Faustregel ist im Vergleich zur 40er-Mietregel etwas genauer, da hierbei sofort das Nettoeinkommen in Betracht gezogen wird.

Wie Sie sehen, bietet sich eine 2-Zimmer-Wohnung für viele Wohnungssuchende an und ist deswegen eine sehr attraktive und beliebte Immobilie. Vergessen Sie nicht, bei der Wohnungssuche auf die von uns genannten Kriterien zu achten und sich vorher gut zu überlegen, wie Sie die zwei Zimmer einteilen möchten. Schränken Sie sich bei der Suche aber nicht nur auf zwei Zimmer ein. Gerade wenn Sie als Paar oder als WG-Kumpel eine Wohnung suchen, könnten auch drei Zimmer für Sie attraktiv werden, wenn Sie noch ein zusätzliches Arbeits- oder Aufenthaltsraum benötigen. Zu diesem Wohnungstyp haben wir ebenfalls einen Ratgeber für Sie erstellt. Hier finden Sie alles zum Thema 3-Zimmer-Wohnung.


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