Barrierefrei: So werden Wohnungen altersgerecht eingerichtet

Sie suchen eine altersgerechte Immobilie in Deutschland oder möchten Ihre eigene Wohnung barrierefrei umbauen? Hier finden Sie alle Informationen zum Umbau und finanzieller Förderung sowie zu weiterführenden Themen rund um das Wohnen im Alter.

Eine Seniorin im Rollstuhl vor einem Haus

Altersgerecht umbauen

Deutschland wird älter und barrierefreie Wohnungseingänge, schwellenlose Duschen oder Alarmanlagen spielen für immer mehr Menschen eine Rolle: Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) fördert das altersgerechte Umbauen und Maßnahmen zum Einbruchschutz. Die Bank gewährt zinsvergünstigte Darlehen und Zuschüsse.

Der Kredit 159 der KfW

Finanzielle Unterstützung für den Umbau können in bestimmten Fällen die Pflegeversicherung, das Sozialamt, kommunale Sonderhilfsprogramme oder der Kredit 159 der KfW bieten. Die KfW fördert mit günstigen Krediten bauliche Maßnahmen in Wohngebäuden, damit Sie Barrieren im Wohnungsbestand reduzieren und den Wohnkomfort und die Sicherheit erhöhen.
Der Kredit ermöglicht älteren Menschen einen langen und sicheren Verbleib zu Hause, doch auch Familien mit Kindern, Menschen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität kommt es zugute. Zusätzlich werden auch Umbaumaßnahmen zum Schutz vor Wohnungseinbruch gefördert

Bei Pflegebedürftigen oder Menschen mit Behinderung wird der Umbau grundsätzlich durch die Pflegeversicherung oder das Sozialamt unterstützt.

Senioren in einer Wohnung
© DGLimages/istock

Welche Baumaßnahmen werden gefördert?

  • Wohnumfeld und Wohnungszugang (z. B. barrierefreie KfZ-Stellplätze, Zugänge zu Gebäuden)
  • Treppen und Stufen (z. B. Nachrüstung oder Instandsetzung von Aufzügen, Treppenliften)
  • Raumaufteilung und Schwellenabbau (z. B. Nachrüstung oder Instandsetzung von Halt- und Stützsystemen)

Die Konditionen

  • Ab 0,75 % effektiver Jahreszinssatz
  • Max. 50.000 Euro Kreditbetrag je Wohneinheit
  • Für barrierereduzierende Maßnahmen oder den Kauf barrierearmen Wohnraums
  • Altersunabhängige Förderung

Checklisten für barrierefreies Wohnen

Zugang zur Wohnung

  • Die Wohnung ist ohne Stufen und Schwellen zu erreichen.
  • Ein Aufzug ist vorhanden, falls eine Treppe überwunden werden muss.
  • Der Wohnungsflur ist mindestens 1,20m breit.
  • Abstellflächen für Gehhilfen oder Einkaufstaschen.
  • Die Klingel ist gut sichtbar und von einem Rollstuhl aus erreichbar.

Ausstattung der Küche

  • Die Küchenschränke sind gut erreichbar und ideal an die Körpergröße angepasst.
  • Die Kochstelle und die Arbeitsplatte sind unterfahrbar, falls man auf einem Rollstuhl angewiesen ist.
  • Die Küche hat gute zugängliche Sitzmöglichkeiten.
  • Gut ausgeleuchteter Arbeitsbereich.

Ausstattung des Badezimmers

  • Das Bad hat eine bodengleiche Dusche, die leicht begehbar ist.
  • In der Dusche gibt es einen Klappsitz oder einen Hocker.
  • Der Toilettensitz hat die richtige Höhe.
  • Der Waschtisch hat die richtige Höhe und Sie können sich bequem im Spiegel sehen.
  • Einstiegshilfen sind vorhanden (Wannenlift, Trittstufe).
Barrierefreies Badezimmer
© Jörg Lantelme/Fotolia

Ausstattung des Schlafzimmers

  • Der Kleiderschrank ist gut zugänglich.
  • Das Bett hat die richtige Höhe, sodass ein leichtes Aufstehen garantiert ist.
  • Bettenrost mit verstellbarem Kopf- und Fußteil.
  • Das Bett ist von 3 Seiten zugänglich, damit im Pflegefall ungehindert Hilfe geleistet werden kann.

Ausstattung des Wohnzimmers

  • Höhenanpassbare, körpergerechte Sitzmöbel mit Armstützen und Aufrichthilfen.
  • Standsichere Möbel zum Abstützen.
  • Regulierbare Beleuchtung für alle Bedürfnisse.


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