Umzugsunternehmen beauftragen – Umziehen mit Hilfe!

Zur aktuellen Lage

Aufgrund der aktuellen Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus wird geraten, sich dringend an die Maßnahmen und Verhaltensregeln zu halten. Doch keine Sorge – es wird auch wieder bessere Zeiten geben. Wir empfehlen Ihnen, sich bei dem Umzugsunternehmen Ihrer Wahl genauer zu informieren.

Umzüge sind immer eine stressige Angelegenheit. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, ein Umzugsunternehmen zu beauftragen? Das kann einiges an Arbeit sparen und Ihnen Luft für andere Dinge verschaffen. Worauf Sie achten müssen und hilfreiche Tipps geben wir Ihnen hier an die Hand.

Umzugsfirma trägt Kartons
© XiXinXing/iStock

In aller Kürze:

  • Es bietet sich an, eine Umzugsfirma zu beauftragen, wenn Sie wenig Zeit haben und der Umfang Ihres Umzugs etwas größer ist.

  • Sie sparen Stress und Aufwand.

  • Sie können zwischen verschiedenen Angeboten und Inklusivleistungen wählen.

  • Umzugsfirmen haften im Schadensfall mit 620 € pro Kubikmeter.

Umziehen trotz Corona-Krise

Alles war gut geplant und durchdacht und dann kommt die Corona-Pandemie und es gelten strenge Regeln, was den Kontakt zwischen Menschen betrifft. Was bedeutet das für Ihren geplanten Umzug?

Sind Umzüge jetzt verboten?

Ein grundsätzliches Verbot gibt es trotz der Einschränkungen und Verhaltensregeln nicht. Ein Umzug muss aber innerhalb Deutschland stattfinden. Es bestünde sonst die Gefahr, dass andere Regelungen im Zielland verletzt werden könnten.

Wichtig: Nach Maßnahmen des Robert-Koch-Instituts dürfen Sie umziehen, wenn Sie selbst und Ihr Haushalt nicht unter Quarantäne stehen!

Was muss man beim Umzug beachten?

Die geltenden Hygienemaßnahmen müssen auch bei einem notwendigen Umzug eingehalten werden. Auch das Umzugsunternehmen, das sie beauftragen, könnte bei der Durchführung des Umzugs ungewöhnlich erscheinende Maßnahmen befolgen. Die Fahrzeuge werden regelmäßig desinfiziert, Mitarbeiter tragen Handschuhe und teilweise Masken. Verpackungsmaterialien müssen dann oftmals auch von Ihnen entsorgt werden.

Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko bei einem Umzug?

Das Risiko, sich anzustecken, ist nicht anders als bei anderen Kontakten auch. Halten Sie soweit wie möglich die Hygieneregeln ein!

  • Kein Händeschütteln
  • Nicht ins Gesicht fassen
  • Regelmäßig die Hände mit Seife waschen
  • Mindestens 1,5 Meter Abstand halten


Mehr zum Thema Verhaltensregeln in der Pandemie finden Sie hier.

Für wen eignet sich das Umziehen mit einer Umzugsfirma?

Ob Sie ein Umzugsunternehmen beauftragen oder Ihren Umzug selbst in die Hand nehmen, hängt vom Umfang des Umzugs sowie Ihrer Zeit ab. Wenn Sie aus einer kleinen Wohnung in eine neue, kleine Wohnung ziehen, können Sie den Umzug mit Hilfe von Freunden auch selber machen. Ziehen Sie wiederum mit Ihrer Familie um, vielleicht sogar in eine weiter entfernte Gegend, dann könnten Sie professionelle Hilfe sicher gebrauchen. Sollten Sie beruflich stark eingebunden sein, bietet sich auch hier der Service einer Umzugsfirma an.

Was sind die Vor- und Nachteile?

Viele vermeiden es, ihren Umzug in die Hände von Profis zu geben. Der Hauptgrund sind unnötige Kosten, denn eigentlich könnte man die Arbeit ja auch selber erledigen. Die Wenigsten wissen allerdings, was ein Umzug mit Hilfe eines Umzugsunternehmens wirklich kostet und welche Vorteile er bietet.

Vorteile:

  • Komfortabel
  • Zeitersparnis
  • Stressfrei
  • Sicher
  • Sie benötigen keinen Führerschein (für Transporter, Anhänger)

Nachteile:

  • Kosten (je nach Umzug)

Mit welchen Kosten Sie rechnen müssen

Die Frage, die Sie sich zunächst stellen müssen ist, ob Sie nur das “Standard-Paket” mit Umzugshelfern, Umzugswagen, Ein- und Ausladen und Transport oder eine “Full-Service”-Option mit Verpackungsmaterial, Abbau und Aufbau der Möbel, Möbelpackern, Umzugswagen und Transport benötigen. Hierzu können Sie eine genaue Preisliste bei der Spedition anfragen, um die Kosten kalkulieren zu können. Auch Faktoren, wie die Entfernung von der alten zur neuen Bleibe sowie der Umfang Ihres Umzugsguts beeinflussen die Kosten.

Darüber hinaus gibt es kostentechnisch Unterschiede zwischen den verschiedenen Umzugsfirmen.

Vorsicht!

Zu günstige Angebote können ein Indiz für “schlampige” Arbeit oder späteres Misstrauen sein. Prüfen Sie den Anbieter auf Herz und Nieren, schließlich geht es um Ihr Hab und Gut. Lesen Sie weiter unten, wie Sie seriöse Unternehmen erkennen

Umzugsfirma und das Thema Versicherung

Auch bei einem Umzug mit professioneller Hilfe kann etwas kaputt gehen. Umzugsprofis sind natürlich geübt, aber auch hier kann schon mal ein Kratzer oder eine Delle passieren. Umzugsfirmen sind hier mit einer Versicherung des Umzugsguts vorbereitet. Es ist gesetzlich festgelegt, dass für Schäden, die durch Mitarbeiter des Unternehmens verursacht werden, die Firma mit 620 Euro pro Kubikmeter haftet.

Sie sollten vorher trotzdem ein paar Haftungsfragen klären:

Die Haftung liegt beim Packer: Wenn die Umzugsspedition für Sie das Umzugsgut nur transportiert und Sie die Vorbereitung, das heißt unter anderem das Packen der Umzugskartons, übernehmen, so haften Sie auch für beschädigtes Gut innerhalb der Kartons.

Von der Haftung ausgeschlossen: Im Vertrag mit der Umzugsfirma sind auch Gegenstände dokumentiert, die von der Haftung ausgeschlossen sind. Beispielsweise ist (natürlich) der Transport von Lebewesen nicht versichert. Tiere und Pflanzen solltest du daher selbst transportieren. Wertgegenstände wie Edelmetalle oder Kunstgegenstände sind ebenfalls oft nicht mit inbegriffen. Wenn Sie Gegenstände mit Sammlerwert besitzen, erkundigen Sie sich am besten beim Unternehmen, ob diese beim Umzug versichert sind.

Zusatzversicherung: Sollten Ihre Möbel den Wert von 620 Euro pro Kubikmeter übersteigen, empfehlen wir Ihnen eine zusätzliche Umzug-Transportversicherung abzuschließen. Sie können sich aber auch zunächst bei Ihrer Hausratversicherung informieren, inwieweit Ihr Umzugsgut versichert ist.

Wichtig:

Bei welcher Versicherung hat die Umzugsfirma einen Vertrag? Die Versicherung sollte ihren Sitz in Deutschland haben – Im Schadensfall werden Sie dann einen einfachen Schriftverkehr haben.
Pärchen zieht in eine neue Wohnung ein
© Jacob Lund/AdobeStock

6 wichtige Tipps

Mit diesen Tipps der Verbaucherzentrale fallen Sie nicht auf Umzugs-Abzocke herein:

  1. Vergleichen:
    Planen Sie Ihren Umzug gut. Am besten holen Sie sich Angebote von mehreren Umzugsunternehmen ein.
  2. Prüfen:
    Wir empfehlen Ihnen bei einem persönlichen Beratungsgespräch alle Teilleistungen des Umzugs durchzugehen und schriftlich festzuhalten.
  3. Abrechnungsverfahren beachten:
    Umzugsunternehmen kalkulieren entweder nach Aufwand oder sie bieten einen Festpreis für Ihren Umzug an. Achten Sie darauf, dass im Kostenvoranschlag alle vereinbarten Leistungen des Spediteurs auftauchen.
  4. Abrechnung überprüfen:
    Wird der angesetzte Zeitrahmen des Umzugs überschritten, können Kosten nachgefordert werden. Behalten sie daher die aufgewandten Stunden im Auge. Allerdings sind Mehrkosten im Vergleich zum Kostenvoranschlag zwischen 15 und 20 Prozent noch akzeptabel.
  5. Festpreis:
    Bei Vereinbarung eines Festpreises können Sie die Preise vorher exakt vergleichen. Sie haben die entstehenden Kosten im Blick und können diese einplanen.
  6. Meldefristen für Schäden:
    Schäden an ihrem Umzugsgut müssen Sie spätestens bis 1 Tag nach dem Umzug melden. Wenn die Beschädigung äußerlich nicht erkennbar ist, können Sie diese bis zu 14 Tage nach dem Umzug bei dem Umzugsunternehmen geltend machen.

Woran erkenne ich ein seriöses Umzugsunternehmen?

Um sicherzugehen, dass es sich um ein seriöses Umzugsunternehmen handelt, hilft es, die im Angebot angegebenen Umzugskosten auf die Stundenlöhne pro Umzugshelfer zurückzurechnen. Liegt der Lohn bei weniger als 25 Euro, lassen Sie die Finger von dem Unternehmen. Preise vergleichen lohnt sich also auch hier. Wichtig ist auch ein Gespräch mit dem Umzugsunternehmen, in dem alle Details des Umzugs besprochen werden, um dann eine genaue Kostenübersicht zu erstellen.

Telefonisch machen seriöse Umzugsunternehmen nur einen groben Kostenvoranschlag. In der Regel wird erstmal ein Termin für eine Wohnungsbegehung festgelegt. Daraufhin kann der Spediteur den erforderlichen Leistungsumfang besser einschätzen und einen verbindlichen Kostenvoranschlag für Ihren Umzug zusammenstellen.

Bei einem ersten Termin sind Fragen zum Unternehmen und zu den Mitarbeitern ausdrücklich erlaubt und wichtig. Der Spediteur sollte alle beantworten können und Ihnen mitteilen können, wie viele Umzüge er bereits erfolgreich durchgeführt hat und ob seine Mitarbeiter ausgebildet sind.

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