Tipps zur Wohnungsbesichtigung

Checkliste mit Aufgaben vor, während und nach der Besichtigung

Die Wohnungsbesichtigung ist oft der Moment, in dem deine Entscheidung für oder gegen das Mietobjekt fällt. Wie bereitet man sich darauf vor, was ist in der Wohnung zu beachten und wie verhält man sich nach einer Besichtigung? Wir haben alles Wichtige für dich zusammengefasst und zeigen dir, was zu beachten ist.

© Monkey Business/AdobeStock

In aller Kürze

  • In bestimmten Fällen bist du verpflichtet, deiner:deinem Vermieter:in Auskunft über dich zu geben.
  • Wichtig für deine Entscheidung sind der erste Eindruck und deine harten Kriterien.
  • Eine kurze Mail nach deiner Besichtigung kann dir einen Vorteil verschaffen.

Deine Aufgaben vor der Wohnungsbesichtigung

Finde heraus, was dir wichtig ist

Idealerweise hast du dir schonmal Gedanken darüber gemacht was dir bei einer neuen Wohnung wichtig ist und worauf du verzichten kannst. Falls nicht, solltest du dir spätestens jetzt harte und weiche Kriterien überlegen, die eine Wohnung erfüllen muss, damit sie zu dir passt. Harte Kriterien sind Dinge auf die du auf keinen Fall verzichten kannst, wie zum Beispiel ein zusätzliches Zimmer oder ein Aufzug. Weiche Kriterien sind Dinge auf die du auch verzichten kannst wenn ansonsten alles passt, wie zum Beispiel, dass die Wohnung zwischen dem ersten und dritten Stock liegt. Hier ein wenig Inspiration:

In der Wohnung:

  • Kalt- und Warmmiete
  • sonstige Kosten
  • Balkon
  • Fenster im Bad
  • Badewanne
  • Abstellkammer
  • Küche vorhanden
  • Fußbodenbelag
  • Isolierung
  • Baujahr

Um die Wohnung:

  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Kita
  • Restaurants
  • Weg zum nächsten öffentlichen Verkehrsmittel
  • Verkehrsanbindung
  • Weg zur Arbeit
  • Sportangebote
  • Spielplätze
  • Parks / Wanderwege

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Erlaubte und nicht erlaubte Fragen von Vermieter:innen

  • ... deinem Familienstand.
  • … der Anzahl der Personen, die in die Wohnung einziehen.
  • … deinen Einkommensverhältnissen (Nettoeinkommen).
  • … deiner Gehaltsabrechnung.
  • … einer möglichen Unterstützung des Sozialamtes bei der Miete (Aufklärungspflicht).
  • … deinem Beruf, Arbeitsverhältnis oder Arbeitgeber.
  • … einer Pfändung des Arbeitseinkommens oder sonstigen Zwangsvollstreckungs-Maßnahmen.
  • … der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
  • … einem früheren Mietverhältnis zwischen dir und deiner potentiellen Vermieter:in.
  • … dem Wunsch, ein Haustier in der Wohnung zu halten.
  • … der Absicht, die Wohnung zu gewerblichen Zwecken zu nutzen.
  • … deinen Vermögensverhältnissen.
  • … deinem Personalausweis- bzw. Passnummer.
  • … Schwangerschaft, Familienplanung oder Kinderwunsch.
  • … Krankheit.
  • … Nationalität oder ethnischen Herkunft.
  • … früheren Mietverhältnissen, ganz besonders nach dem Grund für das Ende des Mietverhältnisses.
  • … der Person und Anschrift der früheren Vermieter:in.
  • … dem bestehen einer Rechtsschutzversicherung.
  • … den Einkommensverhältnisse von Angehörigen (ausgenommen Mitmieter:in oder Bürge oder Bürgin)
  • … dem Aufenthaltsstatus.
  • … deiner Religion.
  • … bestehenden Ermittlungsverfahren, rechtlicher Betreuung oder Vorstrafen.
  • … der Mitgliedschaft in Parteien, Gewerkschaften oder Vereinen. …
  • ... deiner sexuellen Orientierung.
  • … deinen Hobbys oder deinem Musikgeschmack.

Das solltest du während der Besichtigung beachten

Damit kommen wir zum wichtigsten Teil. Auf das Folgende solltest du bei deiner Wohnungsbesichtigung achten.

1. Was sagt dein Bauchgefühl?

Oft wissen wir intuitiv schon früh, ob eine Wohnung passt oder nicht. Du hast dir vorher über Lage, Preis und andere Kriterien Gedanken gemacht? Jetzt geht es darum, auf dein Bauchgefühl zu hören. Wenn du bereits Einrichtungsideen hast, ist das ist ein sehr gutes Zeichen!

2. Interesse bekunden

Wenn dich die Wohnung interessiert, solltest du dies der:dem Makler:in mitteilen. Um es ihr oder ihm so leicht wie möglich zu machen, sich für dich zu entschieden, kannst du dabei gleich deine Bewerbungsmappe bereithalten. Eine gute Bewerbungsmappe kann dir einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Bring sie unbedingt zum Besichtigungstermin mit.

3. Genau begutachten

Schau dir die Wohnung so genau wie möglich an. Vergiss nicht, auch bei einer virtuellen Besichtigung genau nachzufragen. Hier sind einige Punkte, auf die du unbedingt ein Auge werfen solltest:

  • Grundsätzliche Sauberkeit
  • Geruch
  • Geräusche
  • Wände / Tapetenzustand
  • Schimmel / Feuchtigkeit
  • Risse in der Wand
  • Steckdosenverteilung
  • Fenster und Türen öffnen und auf Funktion prüfen
  • Rolladen
  • Fußbodenzustand
  • Helligkeit (bei Tageslicht besichtigen)

4. Fotos machen

Wenn du persönlich vor Ort bist, solltest du unbedingt Fotos von der Wohnung machen (am besten vorher kurz fragen). Besonders dann, wenn dir etwas Negatives auffällt. Die Fotos helfen dir nach der Besichtigung alles nochmal in Ruhe zu überdenken.

5. Fragen stellen

Ganz wichtig ist, dass du bei der Wohnungsbesichtigung deine Fragen stellst. Je mehr du über die Wohnung erfahren kannst, desto besser ist es für deine Entscheidung. Hier sind einige Fragen, die du stellen kannst:

  • Gibt es bekannte Mängel?
  • Wie hoch lagen die Nebenkosten im letzten Jahr?
  • Wie ist die Parksituation?
  • Gibt es einen Keller / Abstellraum?
  • Wie ist die Isolierung?
  • Wie sind die Nachbar:innen?
  • Wo kann man eine Waschmaschine anschließen?
  • Ist die Küche im Preis enthalten?
  • Fallen sonstige Kosten an?
  • Sind Haustiere erlaubt?

Das steht nach deiner Wohnungsbesichtigung an

Dir gefällt die Wohnung? Auch ohne dir 100 % sicher zu sein, lohnt es sich in der Regel der:dem Vermieter:in gleich deine Bewerbungsmappe mitzugeben. Vor allem, wenn du aus einer der für Mietknappheit berüchtigten Städte kommst.

Je einfacher du es deinem Gegenüber machst, sich für dich zu entscheiden, desto eher wird genau das passieren. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass du einfach zu erreichen bist und dich schnell zurück meldest.

Mache nach der Besichtigung einen Spaziergang durch die Umgebung.

  • Gefällt es dir hier?
  • Fühlst du dich hier sicher?
  • Wie wirkt die Nachbarschaft?
  • Wie ist die Parkplatzsituation?



Nimm dir nach der Besichtigung Zeit, alles in Ruhe zu überdenken.

  • Schau nochmal durch deine Fotos. Fühlt es sich immer noch richtig an?
  • Rechne aus, wieviel dir nach Miete, Nebenkosten und anderen hinzukommenden Kosten zum Leben bleibt.
    • Die Miete sollte bestenfalls 30-40% deines Einkommens nicht übersteigen.
  • Es lohnt sich, eine Nacht über deine Entscheidung zu schlafen.
Eine kurze, freundliche Mail ein bis zwei Tage nach deiner Besichtigung kann dir in der Regel einen Vorteil verschaffen.
Starte jetzt deine Wohnungssuche!

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Wichtige Fragen schnell beantwortet

  • Termin per Videochat: Der:die Makler:in befindet sich in der Wohnung, während du per Videochat dazugeschaltet wirst.
  • 360 Grad Rundgang im Exposé: So wird zwar kein Gang in die Wohnung ersetzt, aber du bekommst trotzdem ein Gefühl für die Aufteilung und den Schnitt der Wohnung.
  • Detaillierte Fotos und eine ausführliche telefonische Beratung. Mögliche Fragen und ein weiterer Vorgang können so geklärt werden.
  • Lasse nie Besucher:innen ohne Anmeldung in deine Wohnung.
  • Du bist nicht verpflichtet, deine Wohnung zu putzen.
  • Dein:e Vermieter:in kann dich auf Schadensersatz verklagen, wenn du Wohnungsbesichtigungen nicht zulässt.
  • Du darfst auf Mängel hinweisen, aber nicht absichtlich die Vermietung oder den Verkauf der Wohnung gefährden.
  • Du kannst nicht verlangen, dass Vermieter:in und Interessent:innen sich die Schuhe ausziehen. Überschuhe aus Plastik oder Stoff kannst du allerdings fordern, wenn du sie verteilst.
Ja, denn um neue Mieter:innen zu finden, muss dein:e Vermieter:in die Wohnung interessierten Personen zeigen können. Dabei sollten alle betroffenen Personen allerdings darauf achten, den Personenkreis möglichst klein zu halten sowie Abstandsregeln einzuhalten und Masken zu tragen.

Stellst du dich quer, kann dein:e Vermieter:in in bestimmten Fällen Schadensersatz von dir einfordern.