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Grundstück kaufen

Sie überlegen ein Grundstück in Deutschland oder Umgebung zu kaufen, haben sich jedoch noch nicht final entschieden? Neben aktuellen Angeboten an Baugrundstücken in Ihrer Nähe finden Sie hier auch umfassende Informationen über den Kauf und die Abwicklung, sowie über viele weitere Immobilien- und Bauthemen.


Vor dem Kauf

Einige wichtige Dinge sollten Sie durchdacht haben, bevor Sie sich für ein Grundstück entscheiden. Um Ihren Traum zu erfüllen, müssen verschiedene Punkte bedacht werden. So sollten zum Beispiel die Boden- und Grundwasserverhältnisse bedacht werden, genauso wie existierende Altlasten auf dem Grundstück oder Bodenverschmutzungen.

Lage und Umgebung

Bevor Sie nach Grundstücken Ausschau halten, sollten Sie sich vor allem Fragen dazu stellen, welche Anforderungen Sie an das Siedlungsgebiet haben, in welchem Sie ihr Grundstück kaufen wollen. Wie ist die Nachbarschaft? Gibt es einen Bäcker oder Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe? Wie ist die Anbindung mit Bus und Bahn? Was ist Ihnen wichtig?

Sie haben ein passendes Grundstück gefunden? Dann sollten Sie sich über mögliche zukünftige Bauvorhaben in der Umgebung informieren. Dazu zählen Autobahnen oder Hochhäuser. Aber auch die aktuelle Situation ist zu bedenken. Wird der Wohnkomfort durch Lärm, Verkehr oder Hochwasser beeinträchtigt?

Bauvorhaben

Wichtig ist, dass nicht jedes Grundstück auch bebaubar ist. Informieren Sie sich ob es sich bei dem Grundstück um ausgewiesenes Bauland handelt. Ist dies der Fall, darf Ihr neues Eigenheim hier gebaut werden. Achten Sie aber auch auf Einschränkungen im Bebauungsplan. Auch bei ausgewiesenem Bauland kann es Beschränkungen geben, was gebaut werden darf. Schlagwörter sind Geschoss­flächenzahl (GFZ) und Grundflächenzahl (GRZ). Aber auch darüber hinaus kann es Vorschriften geben.

Geht es um die Planung der Bebauung arbeiten Sie im Normalfall mit einem Architekten oder Ingenieur zusammen. Das Projekt wird dann mit Ihnen als Bauherr*in zusammen angegangen. Eine gute Zusammenarbeit basierend auf Vertrauen ist daher sehr wichtig. Verlieren Sie dabei allerdings nicht aus den Augen, dass Sie als Bauherr*in das letzte Wort bei Themen wie Budget, Bauplatz, zeitlichem Rahmen und Ihren grundsätzlichen Wünschen behalten sollten.

Die Leistungen des Architekten oder Ingenieurs gliedern sich in neun Phasen:

  • Grundlagenermittlung
  • Vorplanung mit Kostenschätzung
  • Entwurfsplanung und Kostenberechnung
  • Genehmigungsplanung
  • Werkplanung / Ausführungsplanung
  • Vorbereitung der Vergabe
  • Mitwirkung bei der Vergabe
  • Objektüberwachung / Bauüberwachung
  • Objektbetreuung und Dokumentation

Energieeinsparverordnung

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) setzt einen energetischen Mindeststandard für Neubauten. Hochwertiger Wärmeschutz und eine Optimierung der Haustechnik über die Anforderungen der EnEV hinaus, sind im Hinblick auf Ihre zukünftigen Heizkosten relevant und deswegen auch aus finanzieller Sicht sinnvoll. Zudem fördert der Bund über die Kreditanstalt für Wiederaufbau energiesparende Bauweisen. Zum Beispiel den Haustyp Passivhaus. Informieren Sie sich hierzu bei der Deutschen Energie Agentur.


Rund ums Bauen in Deutschland


Der Preis

Der Preis eines Grundstücks wird durch viele Faktoren bestimmt. Ein günstiges Grundstück bedeutet nicht immer auch, dass Sie Geld sparen. Im Gegenteil, bei zu günstigen Angeboten ist Skepsis angebracht. Der günstige Preis hat meistens einen Grund. Einen Überblick über die den Preis beeinflussenden Faktoren erhalten sie hier.

Gesamtkosten schlüsselfertig:

  • Kaufpreis
  • Erwerbs- und Baunebenkosten
  • Grunderwerbsteuer ( mind. 4,5 % des Kaufpreises, je nach Bundesland)
  • Maklerprovision
  • Notargebühren (Beurkundung Kaufvertrag, Grundschuld, Auflassung)
  • Grundbucheintragung
  • Mietbelastung bis Einzug
  • Erschließungskosten (Anschluss an Kanalisation, Strom, Gas)
  • Honorare für Gutachter, Architekten, Statiker, Ingenieure
  • Kosten für Leihmaschinen
  • Entsorgungskosten für Abbruchmaterial
  • Versicherungen
  • Folgekosten für Renovierung und Reparaturen
  • Sonstige Nebenkosten
  • Sonstige Aufwendungen wie Umzugskosten, Neuanschaffungen, Reserve für Unvorhergesehenes
  • Finanzierungskosten (Darlehenszins, Tilgung, Bauzeitzinsen)
  • Finanzierungsnebenkosten (Bereitstellungszinsen, Bürgschaft, Disagio etc.)

Grundstücksbezogene Kosten

Grundsätzlich gilt, dass ein größeres Grundstück bei gleicher Beschaffenheit mehr Wert ist als ein kleineres. Daher ist die Größe immer noch maßgeblicher Preisfaktor sowohl bei Grundstücken als auch bei Immobilien.
Wenn ein Grundstück stark störanfällig ist, ist es in der Regel weniger wert. Wie sieht es mit Lärm durch Nachtleben, Straßen- und Flugverkehr aus? Sind viele Abgase zu befürchten? Weiterhin sinkt der Grundstückswert, wenn es sich um ein hochwassergefährdetes Gebiet handelt. Auch mögliche Altlasten senken den Wert eines Grundstücks erheblich.
Ist das Grundstück schon bebaut? Wenn ja, ist die Immobilie in gutem Zustand? Dann können Sie Grundstück und Immobilie gemeinsam kaufen. Ansonsten fallen für den Käufer Abrisskosten an, die den Verkaufspreis drücken.
Die Beschaffenheit des Grundstücks hat großen Einfluss auf das Projekt und alle damit verbundenen Kosten. Dies spiegelt sich letztendlich auch im Preis wieder. Ein Grundstück in Hanglage kann Vorteile bieten oder sogar günstiger sein als ein vergleichbares ebenerdiges Grundstück. Durch zusätzlich notwendige Arbeiten können aber weitere Kosten entstehen. Ein langgezogenes oder verwinkeltes Grundstück bedeutet meist auch Einschränkungen hinsichtlich der bebaubaren Fläche oder dem geplanten Garten. Hier ist also Vorsicht geboten.
Ist das Grundstück bereits erschlossen oder fallen für den Käufer zusätzliche Kosten für den Hausanschluss (Wasser, Abwasser, Strom, Gas, Kabel) an? Weiter spielt auch die Entfernung zum öffentlichen Leitungsnetz eine Rolle.
Beim Kauf eines Grundstücks fallen Grunderwerbsteuer, Notar- und Maklergebühren an. Zudem können Kosten für das Freimachen von Rechten Dritter entstehen, z. B. durch ein bestehendes Vorkaufs- oder Wegerecht.

Vom Immobilienkauf profitieren


Der Kaufvertrag

Sie haben sich nach genügend Bedenkzeit final für ein Grundstück entschieden? Der letzte Schritt ist damit der Gang zum Notar. Auf der Seite Ihrer Stadt oder Gemeinde, finden Sie Informationen zu benötigten Unterlagen und Formularen. Dies beschleunigt den Vorgang erheblich.

Notar

Suchen Sie einen Notar auf, um mit ihm gemeinsam den Vertrag zu entwerfen. In der Regel bestimmt der Käufer den Notar, das muss aber nicht so sein. In Deutschland herrscht hierzu keine verbindliche rechtliche Regelung.

Zahlung und Grundbucheintrag

Der Notar trägt die Auflassungsvormerkung ins Grundbuch ein. Anschließend zahlen Sie den Kaufpreis auf das Notaranderkonto ein. Nach Eintragung ins Grundbuch überweist Ihr Notar den Kaufpreis an den Verkäufer. Wenn dies alles geschehen ist, erfolgt nach der Kaufpreiszahlung und Begleichung der Grunderwerbsteuer der eigentliche Grundbucheintrag.


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